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Francisco Adolfo Coelho

Die Korrespondenz zwischen Francisco Adolfo Coelho und Hugo Schuchardt wurde von Silvio Moreira de Sousa bearbeitet, kommentiert und eingeleitet. Für die Korrektur der Briefe, die auf Französisch geschrieben sind, wird Verena Schwägerl-Melchior herzlich gedankt. Für die Korrektur der Texte, die auf Deutsch geschrieben sind, wird Johannes Mücke herzlich gedankt.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Sousa, Silvio Moreira de. 2013.'Die Korrespondenz zwischen Francisco Adolfo Coelho und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1317, abgerufen am 27.10.2020

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Francisco Adolfo Coelho

Bedeutung

(1847-1919)

Francisco Adolfo Coelho wurde 1847 in Coimbra geboren. Im Alter von 15 Jahren inskribierte sich Coelho an der Universität Coimbra. Zwei Jahre später brach er sein Studium ab, weil er mit der Lehre unzufrieden war. Coelho selbst erklärte später (Coelho 1872:vi), warum er sein Studium verlassen hatte: Die Wissenschaft, die er suchte, war nicht an der Universität zu finden. Im Jahr 1864 formulierte Coelho einen autodidaktischen Plan und publizierte in der Folge seine ethnographischen, pädagogischen und sprachwissenschaftlichen Forschungsarbeiten. Coelho wandte als einer der ersten die Methodologien der romanischen Philologie von Friedrich Diez in Portugal an. Im Jahr 1871 nahm Coelho an den Conferências do Casino Lisbonense teil. In seinem Vortrag übte Coelho viel Kritik am portugiesischen Schulsystem insbesondere am Curso Superior de Letras. Ironischerweise wurde er 1878 eingeladen, dort zu lehren. Im gleichen Jahr wurde ihm von der Universität Göttingen die Ehrendoktorwürde verliehen. Im Forschungfeld der Kreolistik veröffentlichte Coelho nur drei Artikel, die zwischen 1881 und 1886 im Boletim da Sociedade de Geografia de Lisboa erschienen sind. Sein Ziel (Coelho 1881:3; Morais-Barbosa 1967:3) war es, Materialien für eine allgemeine komparative Arbeit über die portugiesischen Dialekte zu sammeln, um damit die Entstehungsgesetze dieser Dialekte feststellen zu können. Nichtsdestotrotz wurde Coelho wegen seiner Arbeiten als Vorläufer des Universalismus in der Kreolistik anerkannt (Holm 1988:27; Andrade & Kihm 1997:387; Gilbert 1986:16).

Bibliographie:

Andrade, Ernesto d’ & Alain Kihm. 1997. ‘O Coelho crioulista’. In Actas do 12.º Encontro Nacional da Associação Portuguesa de Linguística (Braga-Guimarães, 30 de Setembro a 2 de Outubro de 1996). Vol. 2. Lisboa: Associação Portuguesa de Linguística. 385-392.

Coelho, Francisco Adolfo. 1872. A questão do Ensino (Conferencia publica feita no Casino Lisbonense em 17 de Juno de 1871). Porto/Braga: Livraria Internacional de Ernesto Chadron e Eugenio Chadron.

Coelho, Francisco Adolfo. 1881. Os dialectos romanicos ou neo-latinos na África, Ásia e América. Lisboa: Casa da Soc. de Geografia.

Gilbert, Glenn. 1986. ‘The language bioprogram hypothesis: déjà vu?’. In Pieter Muysken & Norval Smith (ed.). Substrata versus Universals in Creole Genesis. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins. 15-24.

Holm, John. 1988. Pidgins and creoles. Vol. 1: Theory and structure. Cambridge: Cambridge University Press.

Morais-Barbosa, Jorge. 1967. Estudos linguísticos crioulos. Lisboa: Academia Internacional da Cultura Portuguesa.

Muysken, Pieter & Norval Smith (ed.). 1986. Substrata versus Universals in Creole Genesis. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins.

Gegenbriefe

Der Verbleib der Briefe Schuchardts an Coelho ist ungewiss.

Briefedition und Kommentare

Gemäß den Briefen von Coelho an Schuchardt (Bibliotheksnummern 01652 bis 01684) fällt der Briefwechsel in die Zeit zwischen 1873 und 1907. Aus drei Briefen, die keine Datumsangaben haben, kann in zwei Fällen das Jahr, in dem sie geschrieben wurden, aus dem Zusammenhang mit den anderen Briefen rekonstruiert werden. Der Brief mit der Bibliotheksnummer 01682 wurde vermutlich im Jahr 1885 und der Brief mit der Bibliotheksnummer 01683 vermutlich im Jahr 1881 geschrieben. Die Briefe verteilen sich insgesamt chronologisch folgendermaßen:

1873 1 Brief

1879 1 Brief

1880 1 Brief

1881 1 Postkarte

1882 1 Brief

1883 1 Brief

1884 1 Brief

1885 1 Postkarte; 2 Briefe

1886 7 Postkarten

1887 2 Postkarten

1888 4 Postkarten

1890 1 Brief; 1 Postkarte

1894 1 Brief

1897 1 Brief

1901 1 Brief

1905 1 Brief

1907 1 Brief

Die Initiative zur Korrespondenz ging anscheinend von Schuchardt aus. Der Kontakt findet seinen deutlichen Höhepunkt im Jahr 1885. In diesem Jahr wurde u.a. Schuchardts Polemik Ueber die Lautgesetze. Gegen die Junggrammatiker veröffentlicht. Der Großteil der Korrespondenz ist auf Portugiesisch verfasst, nur die Briefe mit den Bibliotheksnummer 01654, 01655 und 01684 sind in französischer Sprache abgefasst. Obwohl Coelhos Handschrift allgemein gut lesbar ist, blieb eine unklare Stelle in der Transkription offen.

Ein Teil des Briefwechsels und eine ausführlichere Einleitung liegen auch gedruckt vor in:

Sousa, Sílvio Moreira de. 2007. A Teoria Crioula de Adolfo Coelho segundo a Correspondência com Hugo Schuchardt e Leite de Vasconcelos. Wien (Diplomarbeit, Universität Wien).

Fehler - Hugo Schuchardt Archiv
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