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Korrespondenzkarte (01-00898)

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[Correspondenz-Karte,

WIEN 14.5.98]

 

Hochverehrter Herr Professor,

es drängt mich, Herrn Professor für Ihre gütigen Zeilen und Ihre nachsichtige Beurtheilung meiner Cidstudie[1] den ehrerbietigsten und verbindlichsten Dank auszusprechen.[2] Beim Umbrechen des Satzes aus den einzelnen Heften der Z. f. ö. G. sind mannigfache Druckfehler hervorgerufen worden, zu denen übrigens das Verschreiben Arago nicht gehört. Diesen Fehler hatte ich dreimal verbessert, und er ist richtig stehengeblieben. Die Gramática del Poema d. C.[3] ist eine mäßige Arbeit  (claro wird z. B. aus dem deutschen klar abgeleitet!) aber die Formen hat man doch übersichtlich beisammen, auch syntaktische Beobachtungen, alles jedoch mit Vorsicht zu benützen. Wie freue ich mich, Ihnen, hochverehrter Herr Professor, mit den Schätzen unserer Bibliothek nützen zu können, bitte, schreiben Sie mir ohne weiteres, was ich für Sie heraussuchen darf. Noch mehr freue ich mich natürlich, Ihnen bald persönlich meinen Dank für Ihre Theilnahme an meinen Versuchen ausdrücken zu können, als Ihr

verehrungsvollst ergebener

Dr. R. Beer

Wien, d. 14/V.98.



[1] Beer, „Zur Überlieferung altspanischer Literaturdenkmäler“, Zeitschrift für die österr. Gymnasien 49, 1898, 97-105, 193-206, 289-309 (I. Der gegenwärtige Stand der Quellenkunde; II. Das Poema del Cid. Die Handschrift; III. Das Poema del Cid. Die Provenienz). Am Ende des Beitrags dankt er Adolf Mussafia, Wilhelm Meyer-Lübke und Jules Cornu für ihre Unterstützung.

[2] Die Beurteilung erfolgte vermutlich mündlich.

[3] Fernando Araujo Gomez, Gramática del Poema del Cid, Madrid: Real Academia de las Letras Españolas, 1897.