Senden hat offenbar funktioniert, aber es wird noch ein Bestätigungsmail verschickt, sobald die Änderungen angekommen sind.
Es hat etwas nicht funktioniert. Bitte den Inhalt in Word (o.Ä.) kopieren und per Mail schicken.

Brief (02-04756)

Augsburg 3/3 71.

Lieber Schuchardt!

Es macht mir große Freude, Dir mittheilen zu können, daß nach einer auf mein energisches Betreiben vorgenommene allergründlichsten Revision (etwa in der Tertiärschicht der zahllosen vorhandenen Manuscripte) Dein G. G. Belli nun doch noch aufgefunden worden ist. Die Redaction hat um so mehr Anlaß sich bei Dir zu entschuldigen, als der Aufsatz vortrefflich ist und natürlich aufgenommen wird. Vorher aber, im Laufe nächster Woche, bringen wir „Das Fran- ǀ2ǀ zösische im neuen Deutschen Reich“.[1] Beide Artikel erscheinen in der „Beilage“, was Du auch wohl erwartest. Raumökonomie und technische Rücksichten erfordern mehrtägige Vorausbestimmung; da außerdem unser Chefredacteur verreist ist, der in Betreff der Aufnahme von Artikeln das letzte und entscheidende Wort zu reden hat, so kann ich Dir noch nicht sagen, ob der Artikel Dienstag, Mittwoch oder an welchem Tage er aufgenommen wird. Jedenfalls kannst Du auf mich ǀ3ǀ zählen, obgleich Dein Feld, wie Du Dir denken kannst, in der Redaction nicht zu meiner Sparte gehört.

Mit freundschaftlichem Gruß

Dein Hirth.

Daß ich persönlich nicht die geringste Schuld an der bisherigen Verzettelung Deiner Arbeit habe, bedarf wohl kaum der Versicherung.



[1] Schuchardt, „Das Französische im neuen deutschen Reich I. II“, Beilage zur Allgemeinen Zeitung (Augsburg, München), 1205f.,1219f., 1269-1271