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Brief (01-12867)

Verehrter Herr College,

Halle 1874: Juli 21.

Suchens unerachtet habe ich in der Scartazzini-Angelegenheit1, worauf es mir eigentlich ankam, nicht finden können. Intereßant ist die neue, jedenfalls scharfsinnige, Deutung von XXVIII.112.2 Eine andre Stelle hat Sc. wie ich glaube mit Recht, aber weder ohne Vorgänger, noch in seiner Ausgabe, sondern in einem Briefe berichtigt. Es ist V.84, wo er nun lesen will: Vengon per l’aere: dal voler portate, als menschlicher Gegensatz zu dem instinctmäßigen dal disio chiamate.

Scusi del poco. In aufrichtiger Ergebenheit
der Ihrige
Witte


[1] Giovanni Andrea Scartazzini (1837-1901) war ein reformierter Schweizer Pfarrer und Danteforscher, der erstmals 1869 eine Dante-Biographie (Dante Alighieri, seine Zeit, sein Leben u. seine Werke, Biel 1869), und von 1874-90 eine Ausgabe der Divina Commedia (La divina commedia riveduta nel testo e commentata, 4 Bde., Leipzig 1874–90) vorgelegt hatte. Vgl. auch seine beiden Briefe an Schuchardt (Nr. 09985-09986).

[2] Witte bezieht sich vermutlich auf Schuchardts „Anzeige von: Dante Alighieri, La Divina Commedia I. [hg. von] G. A. Scartazzini“, Literarisches Zentralblatt, 1874, 1751-1752, wo es heißt: „Hingegen verdient der sachliche Theil des Commentars das größte Lob; wir finden hier neben außerordentlicher Gelehrsamkeit eine gesunde, und an Stellen, über die noch nicht Alles gesagt ist (XXVIII.112), scharfsinnige Kritik“.