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Brief (05-00893)

Wien, den 23. August 1916
XVIII. Eckpergasse 26.

Hochverehrter Herr Hofrat,

Besonders warmen und verbindlichen Dank bin ich Ihnen schuldig und bitte ich Sie von mir entgegennehmen zu wollen dafür, dass Sie mich bei der Verteilung des im Selbstverlage erschienenen Verzeichnisses Ihrer Druckschriften1 auch beteiligt haben.

Wie wichtig solche Zusammenstellungen sind, empfinden wir recht peinlich dort, wo wir sie vermissen. Unsere noch so junge Romanistik wird Ihnen für die Gabe gewiss dankbar sein, die für sie auch ein Ehrentitel ist.

Dass Sie momentan den Gedanken an eine Auswahl ihrer zerstreuten Arbeiten bei Seite stellen, ist sehr bedauerlich;2 lassen Sie mich hoffen, dass der Entschluss nicht endgiltig ist. Wer Interesse an prinzipieller Wissenschaft hat, muss das wünschen.

Gestatten Sie mir, hochverehrter Herr Hofrat, mit erneutem Dank auch den Ausdruck meiner steten Verehrung und Ergebenheit PhAug Becker


[1] Verzeichnis der Druckschriften von Hugo Schuchardt, Graz: Selbstverlag (1916).

[2] Becker bezieht sich hier auf Schuchardts Vorwort: „Mit der Drucklegung einer Titelreihe verzichte ich nun auf etwas was mir lange im Sinne lag und auch nahegelegt wurde: auf den Wiederabdruck eines Teiles meiner Schriften. Wäre die Ausschaltung des allzu Unbedeutenden schwierig, so würde die Auswahl des einigermaßen Bedeutenden noch schwieriger sein, und die Ansichten und Ziele des Verfassers könnten sich kaum mit denen von Fachgenossen völlig decken“ (S. 3).