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Brief (038-14)

Graz, Corpus Domini 92.

Lieber Herr Dodgson,

Ich schreibe Ihnen heute in grosser Eile. Zunächst danke ich Ihnen bestens für Ihre Zeitungen; ich bedauere, nicht auch Ihre Anzeige von Azkue’s Grammatik erhalten zu haben. Gestern ist das merkwürdige Buch endlich in meine Hände gelangt; ich werde daraus viel lernen können, aber was ist das für ein Bizkaisch, in welchem dai für da, nai für naz u.s.w. gesagt wird?

Ihre beiden Fragen wegen amor ematen und nehorc niri enoyuric ditala vermag |2| ich desshalb nicht zu beantworten weil ich nicht weiss an welchen Stellen diese Wendungen vorkommen.

Wie ich über die Aufstellung von Vergleichen baskischer Wörter mit persischen, assyrischen u.s.w. denke, ist Ihnen bekannt; ich halte mich vorderhand an die lateinisch-romanischen Elemente des Baskischen. Vor einigen Tagen sandte ich eine Notiz an die Zeitschr. f. rom. Ph. über bask. acheter, “Arzt“ (ich habe es nur bei Dechepare |3| und in der nach Haraneder veröffentlichten Evangelienübersetzung gefunden) > archiater, deutsch Arzt, althochd. arzãt, altniederd. ercetere. Fragen Sie doch in Niedernavarra nach ob es noch vorkommt.

Ich lege das letzte Exemplar meiner Vinson-recension bei; vielleicht für H. von Charencey?

Wenn Sie im Baskenland Leute treffen sollten, die geneigt wären mir Mittheilungen zu machen |4| über den Sprachgebrauch der örtlichen Mundart in dem einen oder andern Punkte, so würde mir das sehr angenehm sein. Es kommt mir besonders auf die “unregelmässigen“ Verba wie joan, eraman u.s.w. an.

Mit besten Grüssen

Ihr

HS[1]



[1] Von Dodgson ergänzt: [HS]chuchardt.