Senden hat offenbar funktioniert, aber es wird noch ein Bestätigungsmail verschickt, sobald die Änderungen angekommen sind.
Es hat etwas nicht funktioniert. Bitte den Inhalt in Word (o.Ä.) kopieren und per Mail schicken.

Brief (27-s-n)

Die Bearbeitung dieses Eintrags ist noch nicht vollständig abgeschlossen.

Graz 17 Juli 94   

Lieber Gurlitt,

Die Geschichte mit der Kommissionszusammensetzung geht mir im Kopf herum. Aber so sehr ich auch mein Gedächtnis anstrenge, ich komme nicht darüber hinweg dass als ich mit Haberlandt[1] bei Dir war, |2| ausser mir noch Meyer[2] (also nicht statt meiner) Du, Karajan und Richter[3] oder Skraup[4] designiert wurden. Ich erinnere mich ganz genau wie Ihr zwischen den beiden letzten schwanktet. Wenn ich nicht irre, warst Du für Richter, H. Für Skraup. Du sagtest, Richter nehme ja dieselbe Stellung ein wie Skraup.

Herzlichst

Dein HS.



[1] Gottlieb Haberlandt (1854-1945) war Botaniker. Er habilitierte sich 1878  in Wien, lehrte ab 1880 an der Techn. Hochschule in Graz und ab 1884 an der Universität Graz, vorerst als außerordentlicher, ab 1888 als ordentlicher Professor. (ÖBL 1958: 124f, s.v. Haberlandt.) Die Briefe Haberlandts an Schuchardt stammen aus einem Zeitraum beginnend im Jahr 1899 bis zum Tod Schuchardts 1927. (Brevier-/Archiv.Nr. 04259-04295)

[2] Gustav Meyer (1850-1900) war Linguist mit Schwerpunkt klassischer Philologie und Vergleichender Sprachwissenschaft. 1877-1897 lehrte er an der Universität Graz, ab 1881 als ordentlicher Professor. Im Jahr 1890/91 war er Dekan. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren das Altgriechische und das Neugriechische sowie das Albanische. (ÖBL 1972: 426). 24 Briefe von Gustav Meyer befinden sich im Schuchardt-Nachlass aus dem zeitraum 1878-1897 (Brevier-/Archivnr. 07160-07183).

[3] Eduard Richter (1847-1905), Geograph und Historiker. Ab 1886 war er Professor der Geographie an der Universität Graz (vgl. ÖBL 1985, 122f s.v. Richter, Eduard).

[4] Zdenko Hanns Skraup (1850-1910) studierte Chemie in Prag und promovierte extern in Gießen. Seit 1886 lehrte er in Graz, ein Jahr an der TH, danach an der Universität Graz. 1906 wechselte er an die Universität Wien (vgl. NDB 2010, s.v. Skraup, Zdenko Hans). Im Nachlass Schuchardts sind drei Briefe von Zdenko Skraup erhalten (Briefnr. 10705-10707).