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Postkarte (12-05517)

Verehrter Herr College,

Herzlichen Dank für die Zusendung Ihres Bildnisses. Nichts wird mir angenehmer als die Gelegenheit zu haben mich zu überzeugen, dass das Bild dem Original ähnlich ist.

„Polsen“, bildlich, ist auf Englisch „to sound“, Franz. sonder; es ist eigentlich mit dem pols, d. h. „globus conti“ oder mit dem polsstok „contus longurius“ das Wasser herumstören. Deutlich ist, was der alte Kilian1 giebt: „polssen in’twater, quatere aquas; turbare, movere, tentari, contari: scrutari fundum sive limum conto.“23 Jetzt wird es nur bildlich gebraucht. Polsstok und springstok sind nicht identisch. Ich habe wenigstens nie springstok in der Bed. von polsstok gehört. Freilich geben die Wörterbücher beide als synonym.

Das grosse niederl. Wtb. hat das p noch nicht. Das beste holl.-deutsch Wtb. ist wohl Sicherer-Akveld, d. h. und h. d. Wtb.4

Mit besten Grüssen
Ihr ganz ergebener

H. Kern.


[1] Cornelius Kilianus Dufflaeus (1530-1607), auch bekannt als Cornelis van Kiel, war ein belgischer Lexikograph. Er schrieb folgendes Werk: Kilian Dufflaeus, C. 1599. Etymologicum Teutonicae Linguae. Antwerpen: Christoffel Plantijn. [1972. F. Claes (ed.). Den Haag: Mouton].

[2] „polssen int water. Quatere aquas: pulsare, turbare, mouere, tentare, contari: scrutari fundum siue limum conto: pulsando pisces in rete adigere, & anguillas captare: baculo stupefacere & capere anguillas. ang. povvshe.“ (Kilian 1599:410; originale Emphase)

[3] Schuchardt zitiert Kilian auf der Seite 165 des folgenden Werks: Schuchardt, Hugo. 1899. 'Romanische Etymologieen II'. In Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Wien 141: 1-122 [Archiv-/Breviernummer: 335].

[4] Sicherer, C. A. X. G. F. / Akveld, A. C. 1874. Nederlandsch-Hoogduitsch Woordenboek. Amsterdam: D. Noothoven van Goor.