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Projekt

Überblick

Die Arbeit am elektronischen Hugo Schuchardt Archiv ist unter der Leitung von Bernhard Hurch am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Graz angesiedelt.

Unterstützungen

Eine spezielle Förderung erfährt dieses Projekt im Moment nicht. Der Projektleiter stellt dem Vorhaben den Großteil der seinem Lehrstuhl zugeordneten Ressourcen zur Verfügung. Mit kleineren Unterstützungen beteiligt sich die Schuchardt'sche Malwinenstiftung im Rahmen des ihr Möglichen an der Realisierung einzelner Aspekte; mit Sachunterstützung die geisteswissenschaftliche Fakultät, die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek, das Digitalisierungszentrum der UB sowie das Vizerektorat für Forschung.

Open Access

Aus wissen(schaft)spolitischen Grundsätzen werden – wie das gesamte Material auf dieser Webseite – alle Projektpublikationen im Sinne von Open Access spätestens nach Ablauf von gesetzlichen und/oder verlagsbedingten Sperrfristen frei zugänglich im HSA online gestellt. Von externen Mitarbeitern und kooperierenden Interessenten wird erwartet, daß sie diesem Grundsatz zustimmen, und ihre Beiträge ebenfalls frei zugänglich machen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Derzeit arbeiten am Projekt – hoch motiviert und schlecht bezahlt – folgende Personen mit:

  • Lisa-Sophie Baptist
  • Katrin Purgay
  • Magdalena Rattey
  • Christina Schlemmer

Die technische Betreuung der Webseite obliegt derzeit Amir Čaušević, Techniker des Instituts für Sprachwissenschaft. Auf Stefan Frühwirth (jetzt: Österreichische Nationalbibliothek), geht die Programmierung der Webseite im dztg. Zustand zurück, sein Know-how ist daher in vielen Punkten noch unersetzbar.

Besonderer Erwähnung (und Danksagung) bedürfen folgende Personen:

Michaela Wolf hat vor nunmehr nahezu dreißig Jahren begonnen, den gesamten Nachlass Hugo Schuchardts im Rahmen eines FWF-Projektes in exemplarischer Weise aufzuarbeiten. Ihre Arbeit ist in vielen Punkten die verlässliche Grundlage des vorliegenden Projektes.

Frank-Rutger Hausmann, em.Prof. der Universität Freiburg und der sicherlich wichtigste Fachhistoriker der Romanistik, war in den letzten Jahren sozusagen als unbezahlter externer Mitarbeiter für die Aufarbeitung und Kommentierung zahlreicher (längerer und kürzerer, schwieriger und einfacherer) Korrespondenzen für das Projekt, das er mit außergewöhnlichem Wohlwollen immer kritisch begleitet (hat), tätig. Er war die umfassendste Stütze der letzten beiden Jahre und wird uns hoffentlich in dieser tatkräftigen Form weiter erhalten bleiben.

Maria Jose Kerejeta, distinguished Basque scholar, arbeitete an diesem Projekt von Beginn an mit und war jederzeit zu jeder Hilfestellung und Kooperation bereit. Die Aufarbeitung der umfangreichen baskologischen Materialien wäre ohne ihre jederzeitige Kooperations- und Hilfsbereitschaft und ihre außergewöhnlichen baskischen und baskologischen Kenntnisse nicht in dieser Form möglich gewesen. Sie war auch Koautorin verschiedener Printeditionen und überblickte die ganzen spanischsprachigen Aktivitäten.

Das Projekt "Netzwerk des Wissens / Network of Knowledge"

Die Webseite "Hugo Schuchardt Archiv" (HSA) ist Teil des Projekts "Netzwerk des Wissens" (Network of Knowledge). Ein Projekt unter diesem Titel wurde von November 2012 bis Oktober 2016 vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich unter der Projektnummer P 24400-G15 getragen. Einreicher und Projektleiter ist Bernhard Hurch. Interessenten können den Antragstext für das Projekt beim Projektleiter erhalten. Die Grundideen des Projekts sind auch in den ersten Publikationen zusammengefaßt. Projektmitarbeiter waren: Verena Schwägerl-Melchior, Johannes Mücke und Silvio Moreira de Sousa. Im Rahmen des Projekts wurde der gesamte IT-Auftritt von Stefan Frühwirth neu programmiert. Das graphische Design der aktuellen Version stammt von Eva Horvath, wurde aber mittlerweile von Stefan Frühwirth an die neue Version der Webseite angepaßt. Luca Melchior (Institut für Romanistik) hat in diesen Jahren speziell die Bereiche Rätoromanisch und Rumänisch betreut.

Projektgeschichte

In den späten 1990er Jahren wurde die Idee eines elektronischen Hugo Schuchardt Archivs aus der Absicht geboren, das umfangreiche und heute zum Teil schwer zugängliche Gesamtwerk des Grazer Sprachwissenschaftlers und Romanisten im Internet kostenlos zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wurden erste Schritte zur Aufarbeitung und Publikation von Nachlaßmaterialien gesetzt. Hier konnte auf die exemplarische Arbeit von Michaela Wolf (1993) aufgebaut werden. Das Projekt bzw. Teilprojekte genossen freundliche Aufnahme und anfänglich wurden das Unternehmen bzw. einzelne Teile finanziell von folgenden Einrichtungen unterstützt:

  • Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz
  • Prof. Dr. Hugo Schuchardt'sche Malvinenstiftung
  • Steirische Landesregierung – Kulturabteilung
  • Forschungsservice der Universität Graz
  • Euskal Herriko Unibertsitatea – Universidad del País Vasco

Projektsitz war seit Beginn das Institut für Sprachwissenschaft der Universität Graz.

In den vergangenen Jahren haben sich folgende Beschäftigte des Instituts in die Bearbeitung von Korrespondenzen eingebracht:

Isolde Bermann, Angela Fessl, Renate Gamse, Claudia Math, Veronika Mattes und Friederike Perry (alle Institut für Sprachwissenschaft)
sowie folgende noch nicht genannte studentische Mitarbeiter: Jörg Ahlgrimm-Siess, Jennifer Brunner, Paula-Patricia Candea, Birgit Dorn, Sonja Hepflinger, Eva Hinteregger, Bettina Hobel, Petra Hödl, Andrea Kröll, Andrea Lackner, Bernadette Lipp, Lena Mallinger, Lilly Olet, Sarah Maria Panschur, Martina Pelz, Christopher Polin, Lisa Pallwein, Nina Ruderes, Gerald Russow, Julia Schäfer, Carina Schöfl, Thomas Schwaiger, Thorsten Seifter, Ursula Stangel, Elisabeth Steiner, Christian Steiner, Gloria Steinwender, Marie Stüger, Irina Treichl, Nijole Ukelyte, Marlene Ulbing, Maximilian Vogeltanz, Angelika Wagner, Daniel Wimmer, Katharina Wind, Andrea Wippel.

In der Frühphase des Projekts unterstützten uns mit Rat und Tat: Michaela Wolf (ITAT, Graz), Thomas Csanády (Universitätsbibliothek - Sondersammlungen/Nachlässe), Dieter Schicker (vormals Techniker des Instituts), Klaus Lichem (vormals Professor für Romanische Sprachwissenschaft).

Für für direkte und indirekte Mitwirkung, Erteilung von Autoren- oder Übersetzergenehmigungen, Abschriften und Kommentierungen, Aufarbeitung einzelner Korrespondenzen und Hilfestellungen etc. danken wir:
Alan Baxter; Dagmar Bronner; Ugo Cardoso; Ivo Castro; Francesco Costantini (Università degli Studi di Udine): gem. Edition der Korrespondenz Otto Jespersen; Clancy Clements; Sandra Covino; Wolfgang Eismann (Graz): gem. Edition der Korrespondenz mit Baudouin de Courtenay; Mauro Fernández Rodríguez (Universidad de A Coruña): Edition der Briefe von Pardo de Tavera an Schuchardt; Glen Gilbert; Hans Göbl; Ricardo Gómez (EHU-UPV Vitoria-Gasteiz); Oroitz Jauregi (Euskal Herriko Unibertsitatea – Universidad del País Vasco): Edition der Korrespondenz mit Gerhard Bähr; Maria Jose Kerejeta (Artium, Vitoria – Gasteiz): gem. Edition der Korrespondenz mit Julio de Urquijo; Philipp Krämer; Jürgen Lang; Saioa Larraza; Utz Maas; Giovanni Masala (Universität Stuttgart) gem. elektronische Edition der Briefe von Max Leopold Wagner; Veronika Mattes (Graz): Edition der Korrespondenz mit Blumentritt sowie Labhart-Lutz; Luca Melchior (Graz): Edition der Korrespondenzen mit Carlo Battisti, Pio Rajna, Benvenuto Terracini sowie einiger Briefe und unveröffentlichte Materialien zum Friaulischen; Manfred Ringmacher; Enrique Rodrigues-Moura; Elisabeth Steiner (Graz): Edition der Briefe von Charles und Jenny Baissac; Gerhard Steingreß; Jürgen Storost; Pierre Swiggers und Herman Seldeslachts (Leuven): u.a. Bearbeitung der Briefwechsel mit Karl Brugmann, Camille Chabaneau, Edmund Husserl, Viktor Lang, Albert Ludwig, Franz Lütgenau, Heinrich von Manszyny, Wiktor Porzeziński und August Schleicher; Ludwig Tobler; Vittorio Tomelleri; Theo Vennemann; Arndt Wigger.

Die Erstversion des Archivs wurde technisch von Dieter Schicker aufgebaut und später von Angela Fessl und Eva-Maria Fortmüller betreut. Eine frühere Version des HSA wurde graphisch von Martina Semlak gestaltet.
Einige Institutionen haben uns umfangreiches Material kostenlos zur Verfügung gestellt. Zu erwähnen sind insbesondere Pruden García und die Azkue Biblioteka von Euskaltzaindia – Real Academia de la Lengua Vasca für das gesamte Briefarchiv von Georges Lacombe, die seine eigene Korrespondenz und jene weiterer Fachkollegen, und damit einige hundert Gegenbriefe Schuchardts enthält. Karmen Bilbao und die Bibliothek des Koldo Mitxelena Kulturunea (Donostia San Sebastián). Die Bibliothek des Instituto Caro y Cuervo in Bogotá. Herzlicher Dank gilt ebenfalls allen Autoren, die uns Literatur zu und über Hugo Schuchardt und dessen Korrespondenzpartnern zur Verfügung gestellt haben. Hier sei insbesondere Pierre Swiggers (Leuven) gedankt.
Weitere externe Kooperationen im Gesamtprojekt: Annemarie Müllner (Graz): Mitarbeit an der Endredaktion der Briefedition Spitzer und an der Photoredaktion; Mitarbeit an der Abschrift der Briefe Baudouins und Beschaffung von Material aus dem Nachlaß Gabelentz (Altenburg): Manfred Ringmacher, BBAW, Berlin. Mit der Universitätsbibliothek Graz war ein Vertrag zur Nutzung des dort beheimateten Nachlasses von Hugo Schuchardt abzuschließen.

Ausblick

Die Idee, dieses Projekt auf ein gesamteuropäisches auszudehnen, das im hier vorgelegten wissenschaftshistorischen Rahmen den europäischen Kontext der Formierung und Institutionalisierung von Wissenschaft im 19. Jahrhundert aufarbeiten hätte sollen, wurde vom European Research Council als nicht förderungswert eingestuft. Wir danken dennoch allen seinerzeitigen Projektpartnern für Ihr Interesse und ihre Kooperation in der Antragstellung (Ursula Bähler, Zürich; Ivo Castro, Lissabon; Pierre Swiggers und Toon van Hal, Leuven; Elisabeth Burr, Leipzig; Oroitz Jauregi/Ricardo Gómez, Vitoria-Gasteiz; Manfred Ringmacher, Berlin; Esther Hernández, Madrid). Eine Fortsetzung von Teilen des Projekts im Rahmen einer Digital Humanities Initiative des FWF wurde ebenfalls als nicht förderungswürdig eingestuft. Aus der FWF-Begutachtung resultierte das Projekt als zu "germanistisch". Diesen z.T. unsachlichen Ablehnungen stehen die zahlreichen positiven Rückmeldungen und Kooperationen gegenüber, die wir nach wie vor als Zeichen der Akzeptanz und Wertschätzung unserer Arbeit werten und für die wir auf diesem Wege danken.

Kritik und Mitarbeit sind ausdrücklich erwünscht!