Manuskripte

Einige zig-tausend Seiten umfaßt der ebenfalls in der Abteilung Sondersammlungen der UB Graz gelagerte Manuskriptnachlaß. Er umfaßt praktisch alle vorstellbaren Text- und Manuskripttypen: von Kurznotizen auf Einzelzetteln bis hin zu druckreifen Textvorlagen für längere Arbeiten und Arbeitsheften. Darüber hinaus enthält dieser Nachlaßteil auch Veröffentlichungen anderer Autoren, Zeitungsausschnitte und anderes handschriftliches und gedrucktes Material, wie es von Schuchardt selbst gesammelt und zusammengestellt wurde. Wegen des Umfangs und der Vielfältigkeit ist es kaum möglich, eine kohärente Beschreibung dieses enormen Materials zu geben. Diese Hinterlassenschaft spricht für sich. Es wird daher - langfristig - ein Ziel des Hugo Schuchardt Archivs sein, dieses Material für die Forschung zugänglich zu machen und teilweise selbst zu bearbeiten. Doch ist dies im Rahmen und mit den Mitteln des derzeit laufenden FWF-Projektes nicht möglich und nicht vorgesehen.

Dennoch soll hier ein erster Einblick gegeben werden, wie die Präsentation des Materials beabsichtigt ist, welche Suchoptionen bzgl. des Materials existieren und welche Möglichkeiten einer direkten Bearbeitung bestehen. 

Im Verzeichnis von Wolf (1993) ist dieser Teil unter "Werkmanuskripte" systematisch geordnet. Wir sahen keine Veranlassung, diese Ordnung für die Präsentation im Hugo Schuchardt Archiv  zu verändern oder zu überarbeiten. Vor allem würde ein solcher Eingriff  zu einer Inkongruenz zwischen der bibliothekarisch-archivalischen Ordnung und der elektronischen Präsentation führen, was keineswegs im Sinne von Zugänglichkeit läge. Ein erstes Inhaltsverzeichnis gibt den Überblick zu den einzelnen inhaltlichen Bereichen. Danach kann man sich bis zu einzelnen gescannten Manuskriptseiten durchklicken. Metadaten geben Aufschluß über das Manuskript selbst, ein Kommentarfeld bietet die Möglichkeit zur Bearbeitung. Wie die Interaktion mit Nutzern der Webseite konkret funktionieren wird können, ist noch Gegenstand der Festlegung. Mit Sicherheit laden wir die community ein, sich an der Bearbeitung zu beteiligen, was punktuell ja auch bisher schon geschehen ist.