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Karl Witte

Die Korrespondenz zwischen Karl Witte und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Webedition wurde von Verena Schwägerl-Melchior erstellt.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2016. 'Die Korrespondenz zwischen Karl Witte und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/3028, abgerufen am 07.06.2020

Karl Witte

Bedeutung

Witte, von seinem Vater, Pfarrer in Lochau (Saalekreis), unterrichtet und systematisch gefördert, galt zu seiner Zeit als Wunderkind: Mit 14 Jahren wurde er juristischer Ehrendoktor in Gießen; ein Jahr später legte er in Göttingen ein mathematisches, 1816 in Heidelberg ein juristisches Examen ab. Bereits 1817 erfolgte die juristische Habilitation in Berlin, 1823 wurde er Breslauer Extraordinarius, 1829 Ordinarius, 1833 Ordinarius in Halle, wo er bis zu seinem Tode blieb.

Sein Biograph Hans Haupt schreibt: „Berühmt geworden ist Witte nicht durch seine juristische Lehr- und Forschungstätigkeit, sondern durch seine Arbeit an Dante, die ihn an die Spitze der Danteforschung führte. Bereits mit 23 Jahren wies er ihr neue Wege und stellte für sie ein noch heute gültiges, richtungsbestimmendes Programm auf. Durch Vergleich der Handschriften sollte unter Anwendung scharfer Kritik eine ,Texteskonstituierung‘ der Divina Commedia durchgeführt werden. Für die Göttliche Komödie wie überhaupt für ein Werk der romanischen Sprachen erhob und erfüllte er diese Forderung als erster. Er unterwarf ihr alle seine Dantearbeiten. Nach jahrelangen, umfangreichen Untersuchungen hat er bis ins hohe Alter Textausgaben für die Divina Commedia, die Monarchia und die Vita Nova herausgegeben“ (S. 9).

Witte und Schuchardt waren von 1873-76 Kollegen in Halle. Schuchardt hatte die Ehre, Witte zur Feier seines 60. Doktorjubiläums im Namen der Universität eine Begrüßungsschrift zu widmen (Ritornell und Terzine. Begrüssungsschrift der Universität Halle-Wittenberg zum 60. Doctorjubiläum des Herrn Prof. Dr Karl Witte, Halle: Niemeyer, 1874), Zeichen ihres guten gegenseitigen Verhältnisses. – Von Wittes Nachlass sind nur Teile erhalten (insbes. Hamburg, SUB; Halle, ULB); Briefe von Schuchardt wurden nicht gefunden. In Wittes Briefen geht es meist um Fragen der Dante-Philologie.

Lit. Hermann Witte, Karl Witte. Ein Leben für Dante. Vom Wunderkind zum Rechtsgelehrten und zum größten deutschen Dante-Forscher. Hrsg. von Hans Haupt, Hamburg 1971.

Vgl. auch den Eintrag zu Witte im Romanistenlexikon.

 

1874   1 Brief

1875   1 Brief

1876   1 Brief

1877   1 Brief