August Schleicher

Die Korrespondenz zwischen August Schleicher und Hugo Schuchardt wurde von Herman Seldeslachts und Pierre Swiggers bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Seldeslachts, Herman & Pierre Swiggers. 2014. 'Die Korrespondenz zwischen August Schleicher und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2638, abgerufen am 27.03.2017

Die Briefe von Schleicher an Schuchardt wurden uns freundlicherweise aus folgender Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

Seldeslachts, Herman & Pierre Swiggers. 1991-93. 'Drei Briefe von August Schleicher an Hugo Schuchardt'. In Orbis. Bulletin de la Documentation linguistique 36: 247-255.

August Schleicher

Bedeutung

Die drei hier veröffentlichten Briefe[1] befinden sich im Schuchardt-Nachlaß der Universitätsbibliothek Graz. Es handelt sich um den gesamten erhalten gebliebenen Briefwechsel von August Schleicher (1821-1868) mit Hugo Schuchardt (1842-1927) bzw. dessen Vater (vgl. Brief [3]). Die Briefe erstrecken sich über drei Jahre (1866-1868); weitere Briefe — falls es solche gegeben hat — sind nicht bewahrt.

Die Bedeutung dieser Korrespondenz[2] liegt zum einen in der interessanten Feststellung, daß der junge Hugo Schuchardt mit Schleicher in Briefwechsel stand[3], und — wie sich aus dem zweiten Brief ergibt — die Absicht hatte, sich bei Schleicher in Jena zu habilitieren, zum anderen in der Bereicherung unserer Information über Schleichers Persönlichkeit und Einfluß. So belegen beispielsweise die Briefe das Interesse des "Glottikers" Schleicher für die philologischen Studien Schuchardts zum Vulgärlatein sowie seine Bereitschaft, das sprachlich Relevante hieraus für die historisch-vergleichende Sprachforschung zu verwerten. Schleicher, der in diesen Briefen auf die Zusendung je eines der drei Teile von Schuchardts Vokalismus des Vulgärlateins[4] reagierte, hatte den großen Wert von Schuchardts Arbeit erkannt. Nicht nur nennt er das Werk "lerreich" (Briefe [1] und [2]), sondern er schreibt auch an Schuchardts Vater: "Durch das genannte werk hat sich Ir Herr Son ein bleibendes verdienst um unsere wißenschaft erworben und sich einen erenvollen namen gemacht" (Brief [3]).

Dem ersten und zweiten Brief kann man auch entnehmen, daß Schuchardt das Werk an Schleicher übersandt hatte[5] mit der Bitte, es gegebenenfalls in der Kuhnschen Zeitschrift (begründet im Jahre 1852) zu besprechen. Schleicher ist auf diesen Vorschlag nicht eingegangen (vgl. Brief [1]), hat dafür aber eine mündliche Auseinandersetzung in Aussicht gestellt (vgl. Brief [2])[6]. Da jedoch Schleicher 1868 verstarb[7] und Schuchardt sich schließlich in Leipzig habilitierte[8], hat eine solche Diskussion wahrscheinlich nie stattgefunden. Wohl aber geht aus Brief [3] hervor, daß Schleicher einige Unvollkommenheiten festgestellt hatte; leider erfährt man nichts Näheres dazu.

Die drei Briefe fallen in die Zeit, als Schleicher mit der Überarbeitung seines Compendiums[9] beschäftigt war. Wie man dem zweiten Brief entnehmen kann, hatte er in seinem Handexemplar bereits Randbemerkungen gemacht im Hinblick auf eine geplante dritte Ausgabe. Diese Ausgabe erschien erst nach seinem Tode; sie wurde revidiert von Johannes Schmidt und dem im zweiten Brief erwähnten August Leskien[10], einem Schüler Schleichers, der später zum Begründer der "junggrammatischen Richtung" werden sollte[11].

Darüber hinaus wirft diese Korrespondenz auch ein Licht auf den akademischen Kontext, und insbesondere auf Schleichers Unterricht, der bisweilen unter seinem Gesundheitszustand zu leiden hatte. Aus Brief [2] erfahren wir, daß in Jena der allgemeinen Sprachwissenschaft großes Interesse entgegengebracht wurde: über fünfzig Zuhörer besuchten Schleichers Vorlesungen "über das Leben der Sprachen"[12].

Bibliographie:

Aarsleff, Hans. 1982. 'Bréal vs. Schleicher: reorientation in linguistics during the latter half of the nineteenth century'. In H. Aarsleff (ed.), From Locke to Saussure: Essays on the Study of Language and Intellectual History. London: Athlone Press, 293-334.

Bynon, Theodora. 1986. 'August Schleicher: Indo-Europeanist and general linguis'. In Th. Bynon & F. R. Palmer (eds.), Studies in the History of Western Linguistics. In Honour of R. H. Robins. Cambridge: University Press, 129-149.

Dietze, Joachim. 1966. August Schleicher als Slawist. Berlin: Akademie-Verlag.

Droixhe, Daniel & Jean-Claude Muller & Pierre Swiggers. 1989. 'Les correspondances de linguistes: Projet d'inventaire systématique'. In K. Dutz (ed.), Speculum historiographiae linguisticae. Münster: Nodus, 347-357.

Fischer, Rudolf. 1961. 'August Schleicher 19. 2. 1821 - 6. 12. 1868. Zur Feier seines 140. Geburtstages'. Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universität Leipzig; Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe 10: 811-815.

Fischer, Rudolf. 1962. August Schleicher zur Erinnerung. Berlin: Akademie-Verlag.

Heinimann, Siegfried. 1972. 'Hugo Schuchardt an Jakob Jud'. In Vox Romanica 31: 1-23.

Koerner, Ernst F. Konrad. 1981. 'Schleichers Einfluß auf Haeckel: Schlaglichter auf die wechselseitige Abhängigkeit zwischen linguistischen und biologischen Theorien im 19. Jahrhundert'. In KZ 95: 1-21. [Nachdruck in Ernst F. Konrad Koerner. 1989. Practicing Linguistic Historiography. Selected Essays. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins, 211-231.]

Koerner, Ernst F. Konrad. 1983. 'The Schleicherian Paradigm in Linguistics'. In August Schleicher, Die Sprachen Europas in systematischer Übersicht. [New edition with an introductory article]. Amsterdam: Benjamins, xxxii-lxii. [Überarbeitete Fassung: 'August Schleicher and Linguistic Science in the Second Half of the 19th Century'. In Ernst F. Konrad Koerner. 1989.Practicing Linguistic Historiography. Selected Essays. Amsterdam/Philadelphia: Benjamins, 325-375.]

Lefmann, Salomon. 1870. August Schleicher: Skizze. Leipzig: Teubner.

Lichem, Klaus & Hans J. Simon (eds.). 1980. Hugo Schuchardt, * Gotha 1842 - † Graz 1927. Schuchardt-Symposium 1977 in Graz. Vorträge und Aufsätze. Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften.

Pisani, Vittore. 1959. 'Augusto Schleicher e alcuni orientamenti della linguistica moderna'. In V. Pisani, Saggi di linguistica storica. Torino: Rosenberg e Sellier, 1-28. [= 'August Schleicher und einige Richtungen der heutigen Sprachwissenschaft'. In Lingua 4 (1954): 337-368.]

Richter, Elise. 1928a. 'Hugo Schuchardt, 1842-1927'. In Archiv für das Studium der neueren Sprachen 154: 224-258. [Nachdruck in Elise Richter. 1977. Kleinere Schriften zur allgemeinen und romanischen Sprachwissenschaft. Innsbruck: Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft, 473-504.]

Richter, Elise. 1928b. 'Hugo Schuchardts wissenschaftliche Persönlichkeit'. In Die neueren Sprachen 36: 35-45. [Nachdruck in Elise Richter. 1977. Kleinere Schriften zur allgemeinen und romanischen Sprachwissenschaft. Innsbruck: Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft, 505-514.]

Schmidt, Johannes. 1890. 'Schleicher, August'. In Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 31. Berlin: Duncker & Humblot, 402-416. [Nachdruck in Th.A. Sebeok (ed.). 1966. Portraits of Linguists, Vol. I. Bloomington: Indiana University Press, 374-395.]

Seidel, Eugen. 1972. 'Die Persönlichkeit Schleichers'. In Synchronischer und diachroni­scher Sprachvergleich. Bericht über die wissenschaftliche Arbeitstagung zu Ehren des 150. Geburtstages von August Schleicher. Jena: Friedrich Schiller Universität, 8-17.

Streitberg, Wilhelm. 1897. 'Schleichers Auffassung von der Stellung der Sprachwissen­schaft'. In Indogermanische Forschungen 7: 360-372.

Streitberg, Wilhelm. 1919. 'August Leskien'. In Indogermanisches Jahrbuch 7: 138-143. [Nachdruck in Th.A. Sebeok (ed.). 1966. Portraits of Linguists, Vol. I. Bloomington: Indiana University Press, 469-473.]

Swiggers, Pierre. 1982. 'Hugo Schuchardt: le point de vue d'un romaniste dans la querelle autour des lois phoniques'. In Beiträge zur Romanischen Philologie 21: 325-328.

Swiggers, Pierre. 1989. 'Linguistique générale et linguistique romane chez Hugo Schuchardt'. In D. Kremer (ed.), Actes du XVIIIe Congrès International de Linguistique et de Philologie Romanes. Université de Trèves (Trier) 1986. Tome VIII. Tübingen: Niemeyer, 76-85.

Vàrvaro, Alberto. 1968. Storia, problemi e metodi della linguistica romanza. Napoli: Liguori.

Vennemann, Theo & Terence H. Wilbur. 1972. Schuchardt, the Neogrammarians, and the Transformational Theory of Phonological Change. Frankfurt am Main: Athenäum.



[1] Die Briefe werden veröffentlicht mit Erlaubnis von Dr. H. Zotter, Dr. W. Slaje und Dr. M. Wolf (Schuchardt-Nachlaß, Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Graz). Bei der Wiedergabe der Briefe behalten wir Schleichers Rechtschreibung und Interpunktion bei.

[2] Für eine methodologisch ausgerichtete Studie zur Bedeutung des Briefwechsels zwischen Sprachwissen­schaftlern für die Geschichtsschreibung unserer Wissenschaft siehe Droixhe - Muller - Swiggers (1989).

[3] Zu den "Kontakten" zwischen Schuchardt und Schleicher lese man Schuchardts Brief vom 29. 5. 1917 an Jakob Jud (siehe Heinimann 1972: 4): "Hätte Schleicher auf mich bestimmend gewirkt, so wäre ich wohl Germanist geworden. Welche besonderen Anregungen er mir gegeben haben könnte, darüber habe ich schon vor einiger Zeit nachgedacht. Ettmayer nämlich fragte mich ob nicht etwa die Wellentheorie von Joh. Schmidt und meine entsprechende auf Schleicher zurückgingen. Wir haben uns aber wohl nie gesehen (meine Berufung nach Graz 1876 hat er veranlaßt) und schriftlich auch wenig, gewiß nicht über diese Sache gehandelt. Nach Meyers Konversations-Lexikon kam er nach Bonn mit mir zu gleicher Zeit, dann von dort nach Jena. Nun entsinne ich mich noch, daß Schleicher einmal auf einem der Spaziergänge die er manchmal mit seinen Zuhörern machte, uns oder vielleicht mir auseinandersetzte wie sich die Sprachen auf der Erde ihrer geographischen Lage gemäß gegeneinander abstuften; ähnlich wie die Floren — er trug ja gern die Botanik in die Sprachwissenschaft. Daß das einigen Eindruck auf mich machte, geht daraus hervor daß mir noch die Ecke des Tisches in dem Dorfwirtshause gegenwärtig ist, an dem das Gespräch stattfand. Aber es handelte sich ja nicht um eine geographische Abänderung zwischen nahe verwandten Sprachen, sondern um eine Anordnung ganz verschiedener Sprachtypen für die das Bild von Wellenzentren (Vok. III, 34) gar nicht paßt und, hätte mir die Schleichersche Auffassung [Anm. 14: Dazu bemerkt Schuchardt am Rand: "ich bin ihr übrigens kürzlich in einem älteren Werk (Whitney?) begegnet."] überhaupt irgendwie vorgeschwebt, so würde ich gewiß auf sie angespielt haben, und die betreffende Stelle wäre dann nicht als Nachtrag auf I, 83, sondern auf I, 78ff. bezogen worden."

[4] Dieses Werk Schuchardts erschien zwischen 1866 und 1868 in drei Lieferungen bei Teubner in Leipzig: 1866 kam der erste Teil (XII, 1-476 S.) heraus, 1867 der zweite (1-530 S.) und 1868 der letzte (4, 1-356 S.). Die Einleitung zur Doktordissertation wurde 1864 gedruckt: Dissertatio philologica quam ad summos in philosophia honores auctoritate amplissimi philosophorum ordinis in Alma litterarum universitate Fridericia Guilielmia Renana rite obtinendos scripsit et una cum sententiis controversis die XXI. mensis maii anni MDCCCLXIV. publice defendet Hugo Schuchardt Gothanus. Adversariorum partes suscipient: Ernestus Schulae, stud. phil. Guilielmus Gurlitt, stud. phil. Richardus Klapp, stud. iuris, (23 S.), Bonnae, Formis Carthausianis [vgl. Nr. 1, 2a, 2b, 2c im "Verzeichnis der Druckschriften Schuchardts" in Hugo Schuchardt Brevier. Ein Vademecum der allgemeinen Sprachwissenschaft zusammengestellt und eingeleitet von Leo Spitzer, Halle, M. Niemeyer, 19282, [S. 14-50], S. 14]. Zur Bedeutung dieser Arbeit Schuchardts siehe Vàrvaro (1968: 91-99).

[5] Den Grund hierfür darf man nicht nur in der Tatsache suchen, daß Schleicher einer der größten Sprachwissen­schaftler seiner Zeit war, sondern auch darin, daß er 1859 im Rheinischen Museum für Philologie N.F. 14, S. 329-346, einen "Kurzen Abriß der Geschichte der italischen Sprachen" veröffentlicht hatte. Doch gibt es noch weitere, bessere Gründe: (1) Schleicher hatte als Latinist angefangen (vgl. seine Dissertation über Varro) und hatte ebenfalls bei Ritschl seine Ausbildung erhalten, und (2) Schleicher war 1846 zum Dozenten für Vergleichende Sprachwissenschaft ernannt worden in Bonn, wo Schuchardt seine Doktorarbeit verteidigt hat. Zu Schleichers Biographie s. Lefmann (1870), Streitberg (1897), Pisani (1959), Dietze (1966), Koerner (1983), Bynon (1986). Aus dem Briefwechsel mit Jakob Jud (Heinimann 1972: 3-4) erfahren wir auch, daß Schuchardt seinen Vokalismus neben F. Diez und F. Ritschl auch Schleicher widmen wollte: "Der dritte Widmungsempfänger sollte A. Schleicher sein; er lehnte aber dankend ab, aus irgendeinem für ihn schmeichelhaften, für mich nicht unschmeichelhaften Grunde; um nicht mißverstanden zu werden, setze ich hinzu, es hing mit seiner Bescheidenheit zusammen."

[6] Schuchardts Werk ist in der KZ nie eine Besprechung zuteil geworden. Das ist einigermaßen verwunderlich, weil in dieser Zeitschrift manche Beiträge und Anzeigen erschienen von Philologen wie W. Corssen, Carl Pauli und H. Schweizer-Siedler, die gewiß gut qualifiziert waren, Schuchardts Arbeit zu rezensieren.

Selbst hat Schuchardt in der KZ zwei Beiträge veröffentlicht: "Slipe, slape, snorio, basilorio (zu zeitschr. XIV, 397-399)" [KZ 17, 1868, S. 396-400] und "Albanisches und romanisches. Zu Miklosich's albanischen forschungen" [KZ 20, 1872, S. 241-302].

[7] Siehe: Johannes Schmidt, "Nachruf: August Schleicher, geboren den 19. Februar 1821, gestorben den 6. Dezember 1868 zu Jena", KZ 18 (1869), 315-320. Vgl. Lefmann (1870: 88-89).

[8] Wir zitieren hier den vollständigen Titel (im "Verzeichnis der Druckschriften" [a.c.] wird nur der Haupttitel angegeben): Über einige Fälle bedingten Lautwandels im Churwälschen. Habilitations-Schrift, durch welche mit Zustimmung der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig zu seinem Sonnabend, den 30. April 1870, Nachmittags 4 Uhr zu haltenden Probe-Vortrag ergebenst einladet Dr. Hugo Schuchardt, Gotha, Perthes Buchdruckerei (51 S.).

[9] Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen; Kurzer Abriss einer Lautlere [Bd. I] /Formenlehre [Bd. II] der indogermanischen Ursprache, des Altindischen (Sanskrit), Alteranischen (Altbaktrischen), Altgriechischen, Altitalischen (Lateinischen, Umbrischen, Oskischen), Altkeltischen (Altirischen), Altslawischen (Altbulgarischen), Litauischen und Altdeutschen (Gotischen), Weimar, Böhlau, 1861-1862 [2 Bände]. Die zweite korrigierte und revidierte Ausgabe (siehe Brief [1] und Brief [2]) erschien im Jahre 1866 [Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen; Kurzer Abriß einer Laut- und Formenlere der indogermanischen Ursprache, des Altindischen, Alteranischen, Altgriechischen, Altitalischen, Altkeltischen, Altslawischen, Litauischen und Altdeutschen. XLVI-856 S.]. Die dritte, von Johannes Schmidt und August Leskien revidierte Ausgabe erschien im Jahre 1870 [XLVIII-829 S.]. Zur Überarbeitung und zu den verschiedenen Editionen des Compendiums vgl. Lefmann (1870: 64-65, 84, 87).

[10] Bezüglich der von Schleicher angekündigten Habilitation siehe Streitberg (1919: 138): "Zu Ostern 1867 habilitierte Leskien sich an der Universität Göttingen für vergleichende Sprachwissenschaft".

[11] Leskien besorgte auch die postume Ausgabe von Schleichers Laut- und Formenlehre der polabischen Sprache (St. Petersburg, Eggers & Co; Leipzig, A. Voss, 1870) [Nachdruck: Wiesbaden, Sändig, 1967].

[12] Es liegt kein veröffentlichter Text dieser Vorlesungen vor; wahrscheinlich stimmte der Inhalt teilweise mit dem überein, was Schleicher über die deutsche Sprache (Die deutsche Sprache, Stuttgart, 1860) und über die Beziehung zwischen Sprachwissenschaft und Biologie publiziert hatte (Die Darwinsche Theorie und die Sprachwissenschaft: Offenes Sendschreiben an Herrn Dr. Ernst Häckel a.o. Professor der Zoologie und Director des zoologischen Museums an der Universität Jena, Weimar, Böhlau, 1863 und Die Bedeutung der Sprache für die Naturgeschichte des Menschen, Weimar, Böhlau, 1865).

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