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Gerhard Rohlfs

Die Korrespondenz zwischen Gerhard Rohlfs und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Webedition wurde von Verena Schwägerl-Melchior erstellt.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2016. 'Die Korrespondenz zwischen Gerhard Rohlfs und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2542, abgerufen am 18.09.2020

Gerhard Rohlfs

Bedeutung

Nach dem Abitur in Coburg studierte Rohlfs Klassische und Romanische Philologie in Berlin und Grenoble. Im Ersten Weltkrieg war er Kriegsfreiwilliger, konnte aber das Studium 1916 nach einer Verwundung fortsetzen. Im Jahr 1919 wurde er in Berlin von Heinrich Morf mit einer wortgeschichtlichen Arbeit promoviert, 1922, von Eduard Wechßler betreut, habilitiert (Das romanische habeo-Futurum u. Konditionalis). Bereits zu diesem Zeitpunkt interessierte er sich für die unteritalienische Gräzität, der er später bahnbrechende Arbeiten widmete. 1926 wurde er nach Tübingen, 1938 als Nachfolger Karl Vosslers nach München berufen. Nach der Emeritierung 1957 kehrte er nach Tübingen zurück.

Rohlfs gehört zweifellos nicht nur zu den bedeutendsten deutschsprachigen Romanisten, sondern hat auch international höchste Anerkennung erlangt. In der ihm zum 75. Geburtstag von W. Theodor Elwert, Heinrich Lausberg, Rudolf Baehr und Kurt Wais dargebrachten Festschrift Serta Romanica (1968) heißt es: „Sich selbst als plein-air-Romanisten verstehend haben Sie schon als blutjunger Student, sodann als langjähriger Mitarbeiter des AIS und seither in ungezählten Forschungsreisen die romanische Sprachwissenschaft aus einem bloßen Retortendasein in den Gelehrtenstuben hinausgeführt auf den viridis campus, der sich Ihrer ,Conquistadorennatur‘ (Jaberg) von Griechenland und Rumänien bis an die Westküsten der Iberischen Halbinsel dehnt. Auf diesem immer grünenden Feld der unmittelbaren Sprachwirklichkeit hatten und haben sich für Sie alle Theorien, Thesen und Spekulationen zu bewähren“ (S. V).

Lit: Salvatore Gemelli, Gerhard Rohlfs (1892–1986). Una vita per l’Italia dei dialetti, Rom 1990; Hans Helmut Christmann, Nachruf, ZrP 103, 1987, 698-712; Utz Maas, Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933-1945, Tübingen 2010, I, 647-654.

Vgl. auch den Beitrag zu Gerhard Rohlfs im Romanistenlexikon.

Briefedition und Kommentare

Rohlfs’ Korrespondenz mit Schuchardt fällt in die Monate Mai und Juni 1926, als Schuchardts Gesundheitszustand bereits labil ist. Unter anderen Umständen wäre es vermutlich zu einem längeren Austausch gekommen, denn Rohlfs wäre für Schuchardt sicherlich ein besonders interessanter Korrespondenzpartner geworden. Er hatte seinen Schwerpunkt Süditalien inzwischen um die Betrachung des Pyrenäenromanischen erweitert, wo das Gaskognische und das Spanische bzw. Aragonesische aneinanderstoßen und auch mit baskischen Einwirkungen zu rechnen ist. Was das Baskische angeht, bittet er Schuchardt um einschlägige Separata, die dieser ihm auch schickt, und revanchiert sich mit eigenen Arbeiten. – Im Rohlfs-Nachlass des UA Tübingen (Bestände UAT 183/114; S 150; S 46; S 16d u. S 16e) sind keine Briefe Schuchardts erhalten.

1926   2 Postkarten, 1 Brief