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Sextil Pușcariu

Die Korrespondenz zwischen Sextil Puşcariu und Hugo Schuchardt wurde von Luca Melchior und Katrin Purgay bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Melchior, Luca & Katrin Purgay. 2016. 'Die Korrespondenz zwischen Sextil Puşcariu und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2460, abgerufen am 26.02.2021

Sextil Pușcariu

Bedeutung

Es scheint etwas müßig, hier die Bedeutung von Sextil Puşcariu, einem der wichtigsten rumänischen Sprachwissenschaftler des 20. Jahrhunderts,[1] zu unterstreichen. Als solcher wurde er auch von seinen Zeitgenossen betrachtet. So behauptete Reichenkron (1953: 281), dass "es kein Gebiet der rumänischen Philologie [gab], das nicht von P. grundlegend behandelt und gefördert worden wäre", und betrachtete die von Puşcariu 1921 gegründete Zeitschrift Dacoromania "als die beste wissenschaftliche Zeitschrift Rumäniens, jedenfalls auf dem philologischen Gebiet" (Reichenkron 1953: 282).[2]

Puşcariu, 1877 im siebenbürgischen Braşov geboren, absolvierte eine für die Zeit typische Studienlaufbahn:[3] In Leipzig bei Brugmann, Sievers und Leskien, aber vor allem bei seinem Lehrer[4] Gustav Weigand – bei dem er mit einer Dissertation zu den rumänischen Diminutivsuffixen (Puşcariu 1899) promovierte und dessen beharrlicher Widersacher er später wurde[5] –, dann in Paris bei Gaston Paris, Antoine Thomas (vgl. Heitmann 1975: 122) und Jules Gilliéron, der ihn und seine Forschung nachhaltig prägte,[6] und schließlich – auf Empfehlung von Gaston Paris (vgl. Isopescu 1948: 371, Jaberg 1948-1949: 342) – in Wien bei Wilhelm Meyer-Lübke, bei dem er 1904 habilitierte. Dieser Werdegang erklärt, warum Stati (1996: 761) Puşcariu als "deeply rooted in the neogrammarian doctrine" bezeichnet, obwohl er ihm zugesteht, "yet more than anybody else of hist generation open to new theories and methods" gewesen zu sein.[7] Durch seine Herkunft und seine Studien war Puşcariu stark in der deutschsprachigen Romanistik der Zeit verwurzelt.

Informationen

Puşcariu, 1877 im siebenbürgischen Braşov geboren, absolvierte eine für die Zeit typische Studienlaufbahn:[8] In Leipzig bei Brugmann, Sievers und Leskien, aber vor allem bei seinem Lehrer[9] Gustav Weigand – bei dem er mit einer Dissertation zu den rumänischen Diminutivsuffixen (Puşcariu 1899) promovierte und dessen beharrlicher Widersacher er später wurde[10] –, dann in Paris bei Gaston Paris, Antoine Thomas (vgl. Heitmann 1975: 122) und Jules Gilliéron, der ihn und seine Forschung nachhaltig prägte,[11] und schließlich – auf Empfehlung von Gaston Paris (vgl. Isopescu 1948: 371, Jaberg 1948-1949: 342) – in Wien bei Wilhelm Meyer-Lübke, bei dem er 1904 habilitierte. Dieser Werdegang erklärt, warum Stati (1996: 761) Puşcariu als "deeply rooted in the neogrammarian doctrine" bezeichnet, obwohl er ihm zugesteht, "yet more than anybody else of his generation open to new theories and methods" gewesen zu sein.[12] Durch seine Herkunft und seine Studien war Puşcariu stark in der deutschsprachigen Romanistik der Zeit verwurzelt.

Der erste uns bekannte briefliche Kontakt zwischen Schuchardt und Puşcariu datiert von 1905.[13] Der Siebenbürger war frisch habilitiert, die Veröffentlichung eines seiner ersten wichtigen organischen Werke – des ersten Teils des Etymologische[n] Wörterbuch[s] der rumänischen Sprache (Puşcariu 1905)[14] stand kurz bevor, und im selben Jahr, im Wintersemester 1905/1906, wurde er auch mit der Leitung des neu gegründeten rumänischen Seminars an der Universität Wien betraut, um 1906 als Nachfolger von Ioan G. Sbiera auf den Lehrstuhl für rumänische Sprache und Literatur an der Universität Czernowitz ernannt zu werden, wo er dann drei Jahre später Ordinarius wurde (vgl. u.a. Popinceanu 1948: 107), wofür ihm von Schuchardt herzlich gratuliert wird (vgl. Karte vom 23.12.1908, Lfd. Nr. 09 in der vorliegenden Edition).

Der Briefwechsel besteht aus 33 Korrespondenzstücken, davon 20 von Puşcariu an Schuchardt (bewahrt in der Universitätsbibliothek Graz), zwölf von diesem an den rumänischen Linguisten, und eines vom Grazer Sprachwissenschaftler an die Rumänische Akademie, das ebenfalls mit den an Puşcariu gerichteten Briefen an dem ihm gewidmeten Institutul de Lingvistica in Cluj-Napoca aufbewahrt wird. Angesichts der langen Zeitspanne, über die sich der briefliche Kontakt erstreckt (von Januar 1905 bis Februar 1926) ist die Anzahl der Stücke relativ gering. Der Kontakt weist auch immer wieder Unterbrechungen und Verdichtungspunkte auf: So wurde nach drei Briefen im Jahr 1905 in den Jahren 1906-1907 nicht korrespondiert, aus dem Jahre 1908 sind aber 7 Korrespondenzstücke erhalten, bis 1910 (eine Ansichtskarte Schuchardts, in der er sich für die Zusendung von Puşcarius Zur Rekonstruktion des Urrumänischen (Puşcariu 1910) bedankt) herrscht wieder Stille, während im Jahre 1911 je eine Postkarte von Puşcariu und von Schuchardt zu verzeichnen sind usw. Intensiver wird der Kontakt 1917: je zwei Briefe von Schuchardt und Puşcariu – der an der Tiroler Front diente – sind erhalten. 1916 hatten sich die zwei Sprachwissenschaftler in Graz – wo Puşcarius Familie in Folge des wütenden Weltkriegs zeitweilig wohnte – persönlich getroffen, wie der rumänische Linguist in seinen postum erschienen Memoiren (Puşcariu 1978: 157-160) gemahnte.

Und trotzdem: Auch wenn der Kontakt weder sehr intensiv noch konstant war, entwickeln sich sowohl wissenschaftliche als auch persönliche, universitätspolitische und teils politische Diskurse – oder aber sie dringen an die Oberfläche durch, wie im Folgenden noch weiter ausgeführt werden soll.

Der Ton ist immer sehr höflich – auch wenn die zwei Wissenschaftler unterschiedlicher Meinung sind. Das generationale – und zumindest anfangs auch institutionell-wissenschaftliche – Gefälle zwischen dem schon arrivierten Schuchardt – als der Kontakt beginnt, hatte er sich schon seit fünf Jahren aus dem Universitätsdienst verabschiedet und zählte zu den angesehensten und wichtigsten, aber auch umstrittensten, Sprachwissenschaftlern der Zeit – und dem jungen, gerade habilitierten Puşcariu wird in Form einer gewissen Unterwürfigkeit des Zweiten gegenüber dem Grazer Kollegen deutlich. Auch wenn er unterschiedlicher Meinung ist, sind Puşcarius Briefe immer voll Bewunderung und Achtung für den älteren Schuchardt. Im Laufe der Jahre wird das Verhältnis immer freundschaftlicher, was man auch an den Anreden festmachen kann: Schrieb Schuchardt 1905 noch an den "Geehrte[n] Herr[n] Kollege[n]", so wendet er sich 1917 an Puşcariu als "Liebe[n] Kollege[n]" und 1922 als "Liebe[n] Kollege[n] und Freund", während Puşcariu Schuchardt im ersten Brief als "Sehr geehrte[n] Herr[n] Professor" anspricht und sich nach einem "Hochverehrte[n] Herr[n] Hofrath" im Jahre 1911 ab 1916 nur mehr mit dem intimeren "Hochverehrter Meister" an ihn wendet, womit er seine Bewunderung und Anerkennung für den Grazer zum Ausdruck bringt.[15]

Wie schon angedeutet, ist der Kontakt im Jahr 1908 besonders intensiv. Die Arbeit am Dicţionarul limbii române (DA) zeigt die ersten Früchte, aber Puşcariu sieht sich auch mit harscher Kritik konfrontiert – insbesondere von Ovid Densusianu und Alexandru Philippide, welche auf die Übernahme der ehrenbringenden Aufgabe am DA Hoffnungen gesetzt hatten, die jedoch enttäuscht wurden.[16] Die zwei Linguisten diskutieren zwar über konzeptionelle und inhaltliche Aspekte der Arbeit am Wörterbuch, aber auch die Polemik, die Puşcariu offenbar nicht gleichgültig lässt, wird ausführlich thematisiert. Dass Puşcariu Rat bei Schuchardt sucht, gesteht er offen im Begleitbrief zur Zusendung der ersten acht Bogen des Wörterbuchs und dessen Einleitung (Brief vom 28.01.1908, Lfd. Nr. 04): "Ich muss gestehen, dass mein Vorgehen egoistischer Natur ist. Im Laufe der Ausarbeitung des riesengrossen Materials sind in mir Zweifel aufgetaucht, ob die gewähte Form der Fassung die zweckmässigste ist. In folge dessen möchte ich gar zu gern einen Rat von dem Meister erfahren, der mir als Wegweiser für die künftige Arbeit dienen wird. Ich kenne kaum Jemand, der besser die Vorzüge und die Nachteile eines Wörterbuchs beurteilen könnte, als Sie, sehr geehrter Herr Professor". Schuchardt lässt sich nicht bitten, und antwortet umgehend (31.01.1908, Lfd. Nr. 05), denn "aller Aufschub ist bei mir sehr gefährlich". Er hebt sowohl formale als auch inhaltliche Aspekte positiv hervor – von den chronologischen Angaben und dem gelungenen Druck bei den einzelnen Bogen bis hin zur Wahl des Dictionnaire général von Hatzfeld/Darmesteter (1895) als Vorbild –, gibt aber auch Ratschläge zu einzelnen Punkten: So empfiehlt er, sich methodologisch am Diccionario de Construcción von Cuervo (1886/1893) zu orientieren, kritisiert die Wahl des Terminus Omeotropii statt Homonyme[n] sowie die Tatsache, "dass die franz. Übers. in denselben Typen erscheint wie die rum. Zitate". Auch inhaltliche Punkte werden angesprochen: Die unterschiedlichen Bedeutungen sollen einigermaßen "chronologisch" geordnet werden, selbst wenn das in vielen Fällen aufgrund nicht geklärter Etymologien nicht einfach sei: So habe Puşcariu möglicherweise aufgrund einer nicht ganz zutreffenden Interpretation der Schuchardt’schen Etymologie von afflatur (Schuchardt 1907) die Bedeutungen 'erfahren' und 'wissen' des rumänischem a afla fälschlicherweise der auch in anderen romanischen Sprachen verbreiteten Bedeutung 'finden' vorgestellt. Ratschläge und Kritiken, die Puşcariu zu schätzen weiß – so sehr, dass er Schuchardt darum bittet, "den erhaltenen Brief der rumänischen Akademie zeigen zu dürfen" (Brief vom 04.02.1908, Lfd. Nr. 06), um damit den Beanstandungen und dem teilweisen Verriss durch seine Kritiker im Lande – darunter sein "früherer Freund" Ovid Densusianu – entgegenzuwirken – "operaţiuni de măcelar" habe Philippide seine Etymologien genannt. Schuchardts Antwort ist sachlich klar: "Man sollte diejenige [scilicet: Etymologie] welcher man nicht zustimmt, ohne äussere Nötigung (z.B. der Rezension) nicht bekämpfen ohne dass man eine andere der eigenen Ansicht nach bessere an die Stelle setzt. Denn entweder ist jene so schlecht dass jeder Fachmann sie ohne weiteres zurückweist, oder sie ist wohl möglich und da kommt es eben darauf an das Mögliche durch das Wahrscheinlichere zu überbieten" (Brief vom 07.02.1908, Lfd. Nr. 07); er halte überdies "D.s. gelegentlich Ihrer Herleitung von încurca gebrauchten Ausdruck operaţiuni de măcelar für ganz unberechtigt; freilich habe ich selbst mehrfach ganz analoge Operationen vorgenommen".

Äußerst kritisch betrachtet Schuchardt dagegen das "'Ideal der wissenschaftlichen Forschung'", das von Puşcariu in der Einleitung seines Etymologische[n] Wörterbuch[s] angestrebt wird: das Primat der Forschungsergebnisse und damit verbunden die Anonymisierung derjenigen, die im Dienste der Wissenschaft stehen – womit er möglichen Vorwürfen, er habe die Autoren der Etymologien nicht angegeben, zuvorkommen will (vgl. Puscariu 1905: XIII-XVI). Schuchardt sieht im Beitrag des Einzelnen und in dessen "subjektive[m] Element" jedoch das, was die Wissenschaft und deren Geschichte ausmache (vgl. Brief vom 31.01.1908, Lfd. Nr. 05), da "ohne Individualität [...] der Fortschritt der Wissenschaft undenkbar" sei (Schuchardt 1909b: 2). Aus dieser Einstellung folgt logischerweise auch seine Abneigung gegenüber Schulen, die nur die Einseitigkeit der Forschung förderten, indem sie ihre Schüler dazu brächten, das Werk ihres Meisters fortzusetzen und nichts Eigenes einzubringen, wie er knapp 15 Jahre später schreiben sollte (vgl. Schuchardt 1923a: 5). Puşcariu wird ihm in dieser Hinsicht rechtgeben – "[n]ur ein Waiser, der aus der Fülle seiner Gelehrsamkeit auch die Früchte großer Erfahrung und Zweifel anderen zu schenken versteht, [...] formt keine Zöglinge sondern hilft selbständigen Denkern eigene Wege sicherer und mit größerer Freude zu beschreiten" (Brief vom 24.08.1923, Lfd. Nr. 28) – und auch in seinem Nachruf auf Schuchardt darauf hinweisen: "Elevi propriu zis n’a avut niociodată. Nici n’a voit să facă şcoală, căci lui nu-i plăcea să umble pe căi bătătorite şi nu le recomanda nici altora" (Puşcariu 1929: 881).

Doch zurück ins Jahr 1908 und zur Arbeit am DA. Schuchardt nimmt zwar selbst nie an einem derartigen Projekt teil, beschäftigt sich aber in seinen Arbeiten immer wieder mit Lautwandel und Etymologien – ein Interesse also, das die beiden Wissenschaftler verbindet, auch wenn sie des Öfteren unterschiedliche Ansichten vertreten. So stehen gleich zu Beginn ihrer Bekanntschaft eine öffentliche Diskussion über die Herleitungen von rum. găun ʽHornisse’ (vgl. Schuchardt 1902b, Puşcariu 1904b und Schuchardt 1905c) und rum. căuta ʽsuchen’ (vgl. Schuchardt 1904: 39-42 und Puşcariu 1904c: 676-680; 1905: 27), sowie Schuchardts Rezension (Schuchardt 1905a) von Puşcarius Habilitationsschrift Lat. ti und ki im Rumänischen, Italienischen und Sardischen (Puşcariu 1904a). Nur noch kurz angesprochen wird rum. crăciun ʽWeihnachten’ (Brief vom 08.05.1911, Lfd. Nr. 13); sofern die Antwort nicht verloren gegangen ist, reagiert Puşcariu nicht darauf. 

Erst der Krieg bedeutete für Puşcariu eine unliebsame Unterbrechung seiner Arbeit. Er beklagt sich bei Schuchardt über die Eintönigkeit an der Front und wie sehr es ihm missfalle, zur Untätigkeit gezwungen zu sein: "Manchmal bekomme ich von irgend einem Bekannten einen kleinen Sonderabdruck. Mit wahrer Begeisterung verschinge ich die Zeilen" (Brief vom 07.11.1916, Lfd. Nr. 15). Schuchardt reagiert prompt und schickt seinem Kollegen im Laufe des nächsten Jahres zwei Sonderabdrücke (Schuchardt 1917a und 1917b).

Die entscheidende Wende in der universitären Karriere Puşcariu ereignet sich nicht einmal ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs:

În agitaţia acelor zile, Consiliul Dirigent aprobă, în 27 august 1919, întemeierea Muzeului Limbii Române, după planul prezentat de Sextil Puşcariu, care este numit director al acestuia; în 20 septembrie S. Puşcariu se mută definitiv de la Cernăuţi la Cluj, pe str. Elisabeta 23, stradă pe care, încă în 1916, trecând cu batalionul prin Cluj, îşi dorise să locuiască vreodată. La 1 octombrie, e numit profesor titular la Catedra de limba şi literatura română a Facultăţii de Filosofie şi Litere din Cluj, iar în 30 octombrie este ales primul rector al Universităţii clujene[17] (Grecu 2015: 377)

Es überrascht dann nicht, dass bei so zahlreichen Umwälzungen in Puşcarius Leben der Briefkontakt kurzzeitig abbricht: Nach einer kurzen Postkarte vom 23. Dezember 1917 mit den Wünschen Puşcarius "für das Friedensjahr" (Lfd. Nr. 19) folgt erst am 22. November 1920 ein Brief von Schuchardt, der sich für die "dankenswerte Zusendung" Puşcarius bedankt (Lfd. Nr. 20). Dieser hatte dem Grazer Kollegen sein Locul limbii române între limbiile romanice (Puşcariu 1920b), Text der Antrittsvorlesung an der Universität Cluj, zukommen lassen (anscheinend ohne Begleitbrief; im Exemplar, das an der Universitätsbibliothek Graz erhalten ist, kann man die Widmung nicht lesen, sondern nur die Adresse und Unterschrift Puşcarius sowie das Datum – 14.11.1920). Schuchardt hat die Publikation noch nicht gelesen, in einer Art excusatio non petita kündigt er aber an, dass er sie nicht rezensieren wird:

Ich würde recht gern Ihre akademische Antrittsvorlesung besprechen – ich habe sie noch nicht gelesen; aber einerseits bin ich etwas phonetikmüde und meinen Augen sind diese Dinge beschwerlich und anderseits stehe ich, in bezug auf Klassifikation der romanischen Sprachen noch ziemlich auf dem Standpunkt wie vor mehr als einem halben Jahrhundert (s. meine Sprachverwandtschaft von 1917, die sie ja wohl erhalten haben).

Schuchardts Brief hat auch eine institutionell-politische Dimension – die erste, aber nicht letzte im Briefwechsel, wie später noch erläutert werden soll: In Folge der kriegerischen Ereignisse wurden vom Rektor der Universität Graz die im Personalverzeichnis angeführten Mitgliedschaften aller Dozenten und emeritierten Professoren in "feindlichen Akademien gestrichen" und er möchte sich erkundigen, ob seine Mitgliedschaft bei der rumänischen Akademie aufrechterhalten ist.

Ab diesem Zeitpunkt wird der Briefwechsel wieder regelmäßiger, wenn auch nicht intensiver: Die Antwort Puşcarius kommt im selben Jahr (Brief vom 23.12.1920, Lfd. Nr. 21) – schon auf Briefpapier des Muzeul limbei române, wie fast alle anderen, die bis 1926 folgen werden. Die Gründung des Museums und der dazu gehörigen Zeitschrift Dacoromania – und die damit verbundenen Probleme – werden vom rumänischen Sprachwissenschaftler auch direkt angesprochen: "Mit grossen Schwierigkeiten habe ich zu kämpfen, um den Jahresbericht des Muzeul limbei române (das ich hier gegründet habe) zu drucken. Hoffe aber dass in einigen Wochen der erste Bericht doch erscheinen wird und ich werde mir gestaten denselben Ihnen zuzusenden". Es scheint, dass Puşcariu den "hochverehrten Meister" in seine Tätigkeit stets einweihen möchte: So kündigt er auch die Gründung der Zeitschrift Cultura an (Brief vom 26.01.1924, Lfd. Nr. 29): "die Zeit jedoch, unser größter Feind, […] da wir in den neuen Staaten nach so viel Seiten hin tätig sein müßen. Die erste Nummer der Zeitschrift "Cultura", die ich Ihnen schickte ist ein Beweis dafür."[18]

Es wurde oben angedeutet, dass auch politische und politisch-institutionelle Aspekte im Briefwechsel angesprochen werden. Neben Schuchardts Sorgen um seine Mitgliedschaft bei der rumänischen Akademie, die bereits genannt worden sind, sollen hier namentlich noch zwei weitere kurz umrissen werden: Auf der einen Seite ist die Nicht-Einladung deutscher Wissenschaftler zum Internationalen Kongress für Byzantinistik in Bukarest im Jahre 1924. Es ist zu vermuten, dass Schuchardt diesen Umstand beklagt hatte – ein entsprechender Brief ist leider nicht erhalten – und Puşcariu pflichtet ihm bei: "Die Nichteinladung der deutschen Byzantinologen zum internationalen Kongress in Bukarest halte ich für einen großen Fehler. Das habe ich Iorga, der den Kongress einberufen, offen gesagt und habe aus diesem Grunde nicht daran teilgenommen" (Brief vom 23.05.1924, Lfd. Nr. 30). Der Ausschluss deutscher Wissenschaftler basiere laut Iorga aber, so Puşcariu – der schon seit 1922 "delegat titular al României la Liga Naţiunilor" (Faiciuc 22000: XLII) war – weiter, auf einer allgemeinen Resolution, "daß nur die Staaten, die Mitglieder des Völkerbundes sind, an internationalen Kongressen künftighin eingeladen werden. Hoffentlich tritt in diesem Herbste Deutschland dem Völkerbunde bei, so daß damit der Weg zur friedlichen Mitarbeit der Gelehrten aller Länder auch für diejenigen offen stehen wird, die ihn noch nicht von selbst finden konnten". Noch politischer ist dagegen eine Anspielung Schuchardts in einem früheren Brief, vom 28.02.1922 (Lfd. Nr. 25), in dem er – sich auf die erste Ausgabe der Dacoromania beziehend – behauptet: "Ja, wahrlich, nun gibt es auch in wissenschaftlichem Sinn ein Großrumänien!". Schuchardts Positionen im ersten Weltkrieg sind wohlbekannt (vgl. Segre 1989, aber vor allem Hurch 2009), sein Bruch mit den romanischen Kollegen auch. Auf der anderen Seite ist Sextil Puşcariu, der als Siebenbürger in der österreichisch-ungarischen Armee im Krieg gedient hat, als Rumäne jedoch eine Schlüsselrolle im politischen und wissenschaftlichen Leben gerade jenes Großrumäniens einnimmt, das unter anderen Ländern/Staaten aus den Trümmern der einstigen Habsburger Monarchie entstanden ist. Puşcariu geht auf die Anspielung offenbar nicht ein und erwidert darauf nicht.

Der Briefwechsel scheint also nicht nur aufgrund seines Umfangs wichtig, sondern weil sich darin bedeutende wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Momente und Aspekte wiederfinden, deren Analyse einen wesentlichen wissenschaftshistorischen Beitrag liefert.

Briefedition und Kommentare

Während die Korrespondenzstücke von Puşcariu an Schuchardt – mit Ausnahme der Postkarte vom 30.04.1911 (Lfd. Nr. 12), die im Exemplar von Pârvans Buch (Pârvan 1911) steckte, das der rumänische Sprachwissenschaftler dem Grazer Kollegen hatte zukommen lassen (vgl. die Postkarte selbst und die Antwort von Schuchardt vom 08.05.1911 mit der Lfd. Nr. 13), und erst im Laufe dieser Edition wiedergefunden wurde – zusammen mit dem Großteil der von Schuchardt empfangenen Korrespondenz im Schuchardt-Nachlass in der Abteilung von Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Graz mit den Archivnummern 09059-09076 aufbewahrt werden und von Wolf (1993: 61; 317) erfasst wurden, befinden sich die Gegenbriefe wie andere Nachlassmaterialien des rumänischen Linguisten am Institutul de Lingvistica si Istorie Literara "Sextil Puscariu" in Cluj-Napoca (Klausenburg).[19] Sie sind dort – soweit uns ersichtlich – nicht katalogisiert (und werden in Faiciuc 22000 unter der von Puşcariu empfangenen Korrespondenz nicht angeführt). In der vorliegenden Edition folgt daher der Lfd.Nr. dieser Briefe die Angabe "[s.n.]". Die Gegenbriefe wurden uns vom Institutul de Lingvistica si Istorie Literara "Sextil Puscariu" durch Nicolae Mocanu als Fotokopie im Tausch mit den Digitalisaten der in Graz befindlichen Korrespondenzstücke zur Verfügung gestellt. In den uns übermittelten Materialien befand sich auch eine Fotokopie der Ausführungen Schuchardts zu ital. brivido (Schuchardt 1921c); wie oben schon erwähnt, wird jedoch auf diese Publikation nirgendwo in der Korrespondenz verwiesen und es war uns nicht möglich, sie einem bestimmten Brief zuzuordnen.

Bei der Transkription der Briefe haben wir uns dafür entschieden, möglichst getreu den Originaltext wiederzugeben. Dies bedeutet, dass nicht nur – selbstverständlich – die Orthographie nicht an die heutzutage geltende Rechtschreibung angepasst, sondern auch offensichtliche Flüchtigkeits- oder sonstige Fehler nicht korrigiert wurden, wie z.B. "Meyer-Lubke" statt "Meyer-Lübke" in der Postkarte mit der Lfd. Nr. 01, "Haupklasse" statt "Hauptklasse" im Brief mit der Lfd. Nr. 08, "habildiert" statt "habilitiert" im Brief mit der Lfd. Nr. 24, "Waisheit" statt "Weisheit" im Brief mit der Lfd. Nr. 28 usw. Wir haben zudem darauf verzichtet, diese mit [sic] zu markieren. Ebenfalls haben wir im maschinengeschriebenen Brief Lfd. Nr. 24 die Umlaute, die nachträglich per Hand eingefügt wurden, so wie im Original transkribiert, auch wenn diese teils fehlerhaft gesetzt wurden.

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Vgl. auch den Eintrag zu Puşcariu im Romanistenlexikon.


[1] Jedoch war Puşcarius Wirken nicht auf die linguistische Forschung beschränkt: "Als Journalist und als Redner nimmt er aktiv an der politischen und kulturellen Neugestaltung [scilicet: nach dem ersten Weltkrieg] seines Landes teil" (Jaberg 1948-1949: 344); er vertrat Rumänien auch an den Versammlungen des Völkerbunds (vgl. ebd.; Burlacu 2015).

[2] Isopescu (1948: 369) bezeichnete ihn in seinem Nekrolog sogar als "per quasi mezzo secolo, […] il rappresentante più eminente, il fulcro della linguistica romena". Auch heutzutage ist die Bedeutung Puşcarius für die rumänische Sprachwissenschaft unumstritten.

[3] Für eine Biographie Puşcarius vgl. u.a. Faiciuc (22000: XIX-XCIII).

[4] "Întîul meu dascăl şi îndrumător universitar" betitelt Puşcariu das Kapitel, das er in seinen Memoiren Gustav Weigand widmet (Puşcariu 1968: 30) – ohne dass dies ihn dazu führt, seinen Lehrer weniger kritisch zu betrachten.

[5] Heitmann (1975, 2003) sieht die wachsende Aversion Puşcarius gegenüber dem einstigen Lehrer im Licht seiner Abneigung gegenüber Deutschland in dieser Zeit, aber auch als Folge der Weigand’schen Theorien zur Herkunft des Rumänischen: "Es ist nun freilich nicht zu übersehen, dass das Erinnerungsbild Weigands bei seinem rumänischen Schüler auch eine Reihe dunkler Züge aufweist, kritische Vorbehalte, die zugleich für Puşcarius Vorstellungen vom Deutschland seiner Zeit allgemein charakteristisch sind und den positiven Einschätzungen wohl die Waage halten. 'Selten', heißt es in den Memoiren, 'vereinigte ein Gelehrter in sich so viele Vorzüge und so viele Schwächen wie Weigand'. Zum Stein des Anstoßes wurde für Puşcariu, wie übrigens auch für andere rumänische Sprachwissenschaftler, Weigands sich im Laufe der Jahre immer stärker akzentuierende Grundthese von der Zugehörigkeit des Rumänischen zu einer Balkansprachgemeinschaft"  (Heitmann 2003: 61). Windisch (1999) sieht es als „relaţie clasică între profesor şi elev“ (so der Titel seines Beitrags).

[6] So stellt Heitmann (1975: 122) fest, dass "ohne dessen Vorbild der rumänische Sprachatlas undenkbar wäre".

[7] Die These, das Wirken Puşcarius sei zwar durch "Eclectismul" gekennzeichnet, Puşcariu jedoch sei "în fond, toată viaţa un neogramatic" gewesen, wurde von Iordan (1966: 151) formuliert, wird aber u.a. von Borcilă (2003, 2015) in Frage gestellt, der dagegen vertritt, dass "gândirea lingvistului nostru s-a dezvoltat, în perioada 1910–1921/1924, în direcţia unei schimbări radicale de poziţie, în raport cu bazele neogramatice asumate, în formaţia sa iniţială, în centrul de la Leipzig" Borcilă (2015: 29). Zu Puşcariu als Junggrammatiker vgl Gafton (2015).

[8] Für eine Biographie Puşcarius vgl. u.a. Faiciuc (22000: XIX-XCIII).

[9] "Întîul meu dascăl şi îndrumător universitar" betitelt Puşcariu das Kapitel, das er in seinen Memoiren Gustav Weigand widmet (Puşcariu 1968: 30) – ohne dass dies ihn dazu führt, seinen Lehrer weniger kritisch zu betrachten.

[10] Heitmann (1975, 2003) sieht die wachsende Aversion Puşcarius gegenüber dem einstigen Lehrer im Licht seiner Abneigung gegenüber Deutschland in dieser Zeit, aber auch als Folge der Weigand’schen Theorien zur Herkunft des Rumänischen: "Es ist nun freilich nicht zu übersehen, dass das Erinnerungsbild Weigands bei seinem rumänischen Schüler auch eine Reihe dunkler Züge aufweist, kritische Vorbehalte, die zugleich für Puşcarius Vorstellungen vom Deutschland seiner Zeit allgemein charakteristisch sind und den positiven Einschätzungen wohl die Waage halten. 'Selten', heißt es in den Memoiren, 'vereinigte ein Gelehrter in sich so viele Vorzüge und so viele Schwächen wie Weigand'. Zum Stein des Anstoßes wurde für Puşcariu, wie übrigens auch für andere rumänische Sprachwissenschaftler, Weigands sich im Laufe der Jahre immer stärker akzentuierende Grundthese von der Zugehörigkeit des Rumänischen zu einer Balkansprachgemeinschaft"  (Heitmann 2003: 61). Windisch (1999) sieht es als „relaţie clasică între profesor şi elev“ (so der Titel seines Beitrags).

[11] So stellt Heitmann (1975: 122) fest, dass "ohne dessen Vorbild der rumänische Sprachatlas undenkbar wäre".

[12] Die These, das Wirken Puşcarius sei zwar durch "Eclectismul" gekennzeichnet, Puşcariu jedoch sei "în fond, toată viaţa un neogramatic" gewesen, wurde von Iordan (1966: 151) formuliert, wird aber u.a. von Borcilă (2003, 2015) in Frage gestellt, der dagegen vertritt, dass "gândirea lingvistului nostru s-a dezvoltat, în perioada 1910–1921/1924, în direcţia unei schimbări radicale de poziţie, în raport cu bazele neogramatice asumate, în formaţia sa iniţială, în centrul de la Leipzig" Borcilă (2015: 29).

[13] Es handelt sich um eine Karte von Schuchardt vom 18.01.1905 (Lfd. Nr. 01 in dieser Edition), mit der sich der Grazer Linguist bei Puşcariu "für die Übersendung Ihrer Schriften" bedankt. Dass der siebenbürgische Sprachwissenschaftler Schuchardt seine Publikationen ohne Begleitschreiben habe zukommen lassen, erstaunt auf den ersten Blick. Andererseits wurde der Briefwechsel von einem regen, zahlenmäßig ausgeglichenen Publikationsaustausch begleitet – so erhielt Schuchardt mindestens zehn Arbeiten seines Kollegen, dazu noch ein epigraphisches Werk des Historikers Vasile Pârvan (1911) und einige Zeitschriften, während er Puşcariu elf seiner Schriften sowie Leo Spitzers Schuchardt-Brevier (Spitzer 1922) schickte (unklar ist, ob Schuchardt auch seine Ausführungen zu ital. brivido (Schuchardt 1921c) an den siebenbürgischen Kollegen sandte, die zusammen mit seinen Briefen in Cluj aufbewahrt werden; dazu vgl. unten). Die Versendung einer weiteren, Schuchardt (1925c), wird zwar angekündigt, es ist aber nicht klar, ob das Vorhaben auch in die Tat umgesetzt wurde. Auf jeden Fall sind nur fünf Korrespondenzstücke erhalten, die diesen Sendungen beigelegt oder zumindest gleichzeitig verschickt worden waren. Offensichtlich wurden die Arbeiten öfter ohne zusätzlichen Kommentar aufgegeben – bestenfalls findet sich in einigen Werken Puşcarius eine Widmung des Autors –, oder keiner der beiden Korrespondenzpartner hielt die zusätzlichen Zeilen für aufhebenswert. Dass Schuchardts erster Karte kein Schreiben Puşcarius vorausgeht.

[14] Dazu vgl. u.a. Swiggers (2015).

[15] Auch im Nekrolog, den Puşcariu anlässlich Schuchardts Tods verfasste, nennt er ihn "Meister": "Faptul că aproape fiecare din cei ce s’au ocupat cu opera marelui linguist a găsit în ea lecurări înrudite cu propriile preocupări este o dovadă de multilateralitatea maestrului" (Puşcariu 1929: 800).

[16] Das Verhältnis zwischen Puşcariu und Densusianu in der Frage des DA wird in Onu (1999) erörtert.

[17] Zu Puşcariu als Rektor der Klausenburger Universität vgl. Dragoş (1999).

[18] Zu Puşcariu als Herausgeber von Periodika vgl. Bantoş (1999: 40 für Cultura, 41-42 für Dacoromania).

[19] Die von Sextil Puşcariu empfangene Korrespondenz wird – analog zu den Editionen der Materialien aus dem Schuchardt-Nachlass –nach und nach veröffentlicht, vgl. z.B. Mocanu (2013, 2015) und Timoce-Mocanu (2015).