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Alois Pogatscher

Die Korrespondenz zwischen Alois Pogatscher und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2019. 'Die Korrespondenz zwischen Alois Pogatscher und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2427, abgerufen am 25.05.2020

Alois Pogatscher

Bedeutung

Pogatscher, Alois

(1852-1935)

Bedeutung:

 

Der Grazer Pogatscher, Sohn eines Gürtlermeisters, studierte nach der Matura 1871 zunächst Germanistik und Klassische Philologie in seiner Heimatstadt, danach in Wien Englische und Romanische Philologie, u. a. bei Mussafia und Zupitza. Nach der 1875 abgelegten Lehramtsprüfung für Deutsch und Englisch wurde er „wirklicher“ Lehrer in Salzburg, später am Grazer Mädchenlyzeum. Den Sommer 1877 verbrachte er in Straßburg, wo er bei Josef Seemüller, Ernst Martin und Wilhelm Scherer hospitierte; 1879 weilte er in Paris, ab 1880 in London, wo er deutsche Sprache und Literatur an einer Mädchenschule unterrichtete. Nach der Lehramtsprüfung für Französisch wurde er Professor an der Landesoberrealschule Graz. 1885/86 erhielt er einen einjährigen Studienurlaub in Straßburg und hörte bei Bernhard ten Brink und Gustav Gröber. Am 2.8.1886 promovierte er bei ten Brink (Zur Lautlehre der griechischen, lateinischen und romanischen Lehnworte im Altenglischen, Teil 1, Straßburg 1886). 1888 habilitierte er sich (bei der Fakultät?) in Graz mit dem 2. Teil dieser Arbeit. 1889 wurde er als besoldeter ao. Prof. für englische Sprache und Literatur an die Deutsche Universität Prag berufen, wo er wenig später zum persönlichen Ordinarius avancierte. 1908 wechselte er als Nachfolger Karl Luicks in gleicher Funktion nach Graz, legte aber 1911 sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

Man kann davon ausgehen, dass Schuchardt an Pogatschers Grazer Berufung (ähnlich wie an der von Jules Cornu) maßgeblichen Anteil hatte. Beiden Kollegen bot er später das Du an. Pogatscher wurde sein Gewährsmann in allen Fragen, die das jüngere und ältere Englisch bzw. die Beschaffung kreolischer Texte betrafen. Daher bestehen zahlreiche Briefe (später nur noch Postkarten) Pogatschers aus bibliographischen Angaben, deren Hintergrund nicht in allen Fällen zu ermitteln ist. Der Briefwechsel erstreckt sich, mit unterschiedlicher Frequenz, über fünfundvierzig Jahre. Vermutlich sind nicht alle Briefe und Karten Pogatschers erhalten, denn für die Jahre 1894 bis 1907 klafft eine Lücke. Auch die Gegenstücke Schuchardts fehlen.

 

Bibliographie:

Ludwig Schuch, „Alois Pogatscher zum 70. Wiegenfest“, ESt 56, 1922, 177-183; ÖBL 1815-1950, 8, 151 (Herbert Koziol); Haenicke / Finkenstaedt, Anglistenlexikon 1825-1990, Augsburg 1992, 244; Alwin Fill / Alois Kernbauer (Hrsg.), 100 Jahre Anglistik an der Universität Graz, Graz: Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1993 (Publikationen aus dem Archiv der Universität Graz, 27), 8-11; 66.


Schriftenverzeichnis Pogatscher:

Th. v. Karajans Index zu J. Grimms Deutschen Rechtsalterthümern“, Zehnter Jahres-Bericht der k. k. Ober-Realschule in Salzburg. Veröffentlicht am Schlusse des Schuljahres 1877, 3-46.

Select poems of Goethe, ed. with life, introduction and explanatory notes by Edward A. Sonnenschein and Alois Pogatscher, London: W. Swan Sonnenschein & Co, 1883 (Annotated German Classics) [mehere Auflagen].

Zur Volksetymologie. Nachträge und Bemerkungen zu Andresens und Palmers volksetymologischen Schriften. Separat-Abdruck aus dem 33. Jahres-Berichte der Steiermärkischen Landes-Oberrealschule in Graz, Graz 1884.

Zur Lautlehre der griechischen, lateinischen und romanischen Lehnworte im Altenglischen, Strassburg: Trübner, 1888 (Quellen und Forschungen zur Sprach- und Culturgeschichte der germanischen Völker, 64) [urspr. Phil. Diss. Straßburg, 1886; vgl. dazu die Kritik von Rudolf Haberl, „Bemerkungen zu Pogatscher’s abhandlung ,Zur Lautlehre der griech., lat. und rom. Lehnworte im Altenglischen‘ (Quellen und Forschungen, bd. 64)“, Anglia 31, 1908, 25-54.

Bespr. von E. Mackel, Die germanischen Elemente in der französischen und provenzalischen Sprache ; M. Goldschmidt, Zur Kritik der altgermanischen Elemente im Spanischen, Zeitschrift für romanische Philologie 12, 1889, 550-557.

„Über die Chronologie des altenglischen i-Umlauts“, Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 18, 1893, 465-474 (und in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 18, 1894).

„Angelsachsen und Romanen“, Englische Studien 19, 1894, 329-352.

„Zu Beowulf 168“, Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 19, 1894, 544-545.

Wiener Beiträge zur englischen Philologie, unter Mitwirkung von K. Luick und A. Pogatscher herausgegeben von J. Schipper, Wien-Leipzig: Braunmüller, 1895ff.

„Altengl. Bredweall“, Englische Studien 20, 1895, 148.

„Altenglisch ,br‘ aus ,mr‘“, Festschrift zum VIII. allgemeinen deutschen Neuphilologentag in Wien. Verfasst von Mitgliedern der österreichischen Universitäten und des Wiener Neuphilologischen Vereins. Hrsg. von J. Schipper, Wien: Braunmüller,   1898, 97-106.

Bespr. Friedrich Kluge, Angelsächsisches Lesebuch, Halle: Niemeyer, 1897, Englische Studien 25, 1898, 422-425.

„Deutsche in Avignon im 14. Jahrhundert“, Römische Quartalschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte 13, 1899, 58-62.

Bespr. von The Student’s Dictionary of Anglo-Saxon by Henry Sweet, Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 43, 1899, 1-16.

„Zu R. Fürst’s Buch ,Die Vorläufer der modernen Novelle im 18. Jahrhundert‘. (Vgl. Engl. Studien 25, 443ff.; 26, 320; D. Litteraturzeitung 1899, sp. 1733ff.), Beiblatt X zu Anglia, 1899, 329-339.

„Englische etymologien“, Englische Studien 27, 1900, 217-227.

Bespr. von F. Kluge u. F. Lutz, English Etymology. A Select Glossary, Strassburg: Trübner, 1898, Englische Studien 27, 1900, 269-275.

„Unausgedrücktes Subjekt im Altenglischen“, Anglia 23, 1901, 261-299.

„Die englische ǣ/ē-Grenze“, Anglia 23, 1901, 302-309.

Bespr. A. S. Napier,Old English Glosses, Chiefly Unpublished, Oxford: Clarendon, 1900, Literaturblatt für germanische und romanische Philologie 1901, 5, Sp. 159-161.

Bespr. von F. Roeder, Die Familie bei den Angelsachsen, Halle: Niemeyer, 1899, Beiblatt XII zur Anglia, 1901, 193-199.

„Das westgermanische deminutivsuffix –inkil“, Anglia 23, 1901, 310-315.

Bespr. von M. Kaluza, Historische grammatik der englischen Sprache. Theil I: Geschichte der englischen sprache, grundzüge der phonetik, laut- und formenlehre des Altenglischen, Englische Studien 31, 1902, 252-258.

„Etymologisches“, Beiblatt XIII zur Anglia, 1902, 13-16; 233-236.

„Etymologisches“, Beiblatt XIV zur Anglia, 1903, 181-185.

„Ueber den ursprung des westgermanischen deminutivsuffixes -inkil“, Beiblatt XV zur Anglia, 1904, 238-247.

Bespr. Engelsk-Dansk Ordbog af J. Brynildsen og Johannes Magnussen. Udtalebetegnelsen af Otto Jespersen, Kopenhagen: Gyldendal, 1900ff., Beiblatt XV zur Anglia, 1905, 97-110.

„Eine vergessene Präposition“, Anglia 16, 1905, 105-110.

„Zu ne. these“, Beiblatt XVI zur Anglia 1905, 336-337; „Berichtigung“, Beiblatt XVII zu Anglia, 1906, 32.

„Etymologisches und Grammatisches“, Anglia 31, 1908, 257-275.

„Zur Behandlung von lat. ṷ in altenglischen Lehnwörtern“, Prager deutsche Studien, hrsg. von Carl von Kraus u. August Sauer, Prag: Carl Bellmann, 1908, 81-95.

Bespr. Joseph and Elizabeth Mary Wright, Old English Grammar, London 1908, Beiblatt XXI zu Anglia, 1910, 193-195.

Informationen

1882   4 Briefe, 1 PK

1883   2 Briefe, 1 PK

1885   3 Briefe

1886   2 Briefe, 1 PK

1888   1 Brief

1889   1 Brief, 1 PK

1892   2 PK

1894   2 PK

1907   1 Brief, 1 PK

1909   4 PK

1910   6 PK

1911   1 PK

1912   12 PK

1913   11 PK

1914   3 PK

1915   1 PK

1917   4 PK

1918   3 PK

1920   2 PK

1926   1 PK

1927   1 PK

Briefedition und Kommentare

Die Webedition dieser Korrespondenz wurde unter Mitarbeit von Magdalena Rattey erstellt.