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Moïse de Picciotto

Die Korrespondenz zwischen Moïse de Picciotto und Hugo Schuchardt wurde von Verena Schwägerl-Melchior bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Schwägerl-Melchior, Verena (2014). 'Die Korrespondenz zwischen Moïse de Picciotto und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2398, abgerufen am 07.06.2020

Moïse de Picciotto

Bedeutung

Moses von Picciotto (?-1894) war von 1858 bis 1894 österreichischer Honorar-Vizekonsul in Aleppo. Er gehörte einer aus Livorno stammenden, seit dem 18. Jahrhundert in Aleppo ansässigen jüdischen Familie an, deren Vertreter über mehrere Generationen hinweg als Konsuln der Monarchie tätig waren (vgl. Agstner 2007)

Gegenbriefe

Briefe Schuchardts an Picciotto konnten nicht gefunden werden

Briefedition und Kommentare

Im Schuchardt-Nachlass ist ein auf Italienisch verfasstes Schreiben von Moses de Picciotto erhalten, welches offensichtlich ein Antwortschreiben auf ein schriftliches Ansuchen Schuchardts ist. Schuchardt versuchte im Jahr 1882, aus dem der Brief Picciottos stammt, systematisch Informationen über die Verbreitung und Kenntnis der Lingua franca im Mittelmeer zu gewinnen und kontaktierte hierfür Gewährsmänner von Algerien bis Syrien, wie unter anderem die Korrespondenzen mit Alfred Morel-Fatio und Emil Jellinek belegen.

Auch an Picciotto hatte Schuchardt sich offensichtlich mit Fragen zur Lingua franca gewandt, woraufhin Picciotto ihm bescheinigte, die Lingua franca werde in Aleppo weder gesprochen, noch sei sie dort überhaupt bekannt. Picciotto gehört, auch wenn er in Schuchardts erst knapp 30 Jahre später erschienenen Arbeit zur Lingua franca nicht namentlich angeführt wird, zu den Informanten, mit deren Hilfe Schuchardt die Gewissheit erlangte, dass die Lingua franca am Ende des 19. Jahrhunderts in der Levante nicht (mehr) gesprochen wurde (vgl. Schuchardt 1909, 441).

Bibliographie

Agstner, Rudolf. 2007. Die Familie Picciotto und das k.k. (k.u.k.) Konsulat in Aleppo. In Agstner, Rudolf (ed.). Von Kaisern und Konsuln (=Austrian Embassy Addis Abbeba Occasional Paper No.1/2007), 149-168.