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Gerhard Moldenhauer

Die Korrespondenz zwischen Gerhard Moldenhauer und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Webedition wurde von Verena Schwägerl-Melchior erstellt.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2016. 'Die Korrespondenz zwischen Gerhard Moldenhauer und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2213, abgerufen am 14.07.2020

Gerhard Moldenhauer

Bedeutung

Der Pfarrerssohn aus Unterpeißen (Saalekreis) studierte von 1918-22 in Halle a.S. und Hamburg Ev. Theologie, Neuere Sprachen und Geschichte. Nach der romanistischen Promotion bei Karl Voretzsch im Jahr 1922 zog es ihn nach Spanien, Portugal und Lateinamerika. Aufgrund seiner Auslandserfahrung wurde ihm 1924 die Leitung der Arbeitsstelle für Deutsch-Spanische Wissenschafts-Beziehungen in Madrid übertragen. 1926 konnte er sich, wiederum von Voretzsch betreut, in Halle a.S. habilitieren. 1929 wurde er auf Wunsch von Ernst Robert Curtius, der soeben nach Bonn berufen worden war, nach dort umhabilitiert, um Curtius, insbesondere in Sprachwissenschaft, zu entlasten. Moldenhauer profitierte von einem Greifswalder Listenplatz und wurde bereits ein Jahr später zum Bonner Extraordinarius ernannt. 1939 erfolgte die Berufung nach Wien, die 1945 endete. 1949 nahm er eine Professur in Rosario (Argentinien) an der Universidad del Litoral an. Seine Bemühungen, in den deutschen Universitätsdienst zurückzukehren oder wenigstens die deutsche bzw. österreichische Emeritierung zu erlangen, schlugen fehl.

Lit. Hans-Paul Höpfner, Die Universität Bonn im Dritten Reich. Akademische Biographien unter nationalsozialistischer Herrschaft, Bonn 1999, 10, 22, 371, 373, 374; Robert Tanzmeister, „Die Wiener Romanistik im Nationalsozialismus“, in: Michtell G. Ash / Wolfram Nieß / Ramon Pils (Hrsg.), Geisteswissenschaften im Nationalsozialismus. Das Beispiel der Universität Wien, Wien 2010, 487-520, bes. 494, 496-505, 507-509, 515-520; Karsten Jedlitschka, Wissenschaft und Politik. Der Fall des Münchner Historikers Ulrich Crämer (1907-1992), Berlin 2006, 355; catalogus-professorum-halensis (online).

Vgl. auch den Eintrag zu Moldenhauer im Romanistenlexikon.

Briefedition und Kommentare

Moldenhauer, der im Jahr 1924 in spanischen und portugiesischen Bibliotheken für seine Habilitationsschrift (Die Legende von Barlaam u. Josephat auf der Iberischen Halbinsel) recherchierte, wollte auch mit dem romanistischen Altmeister Schuchardt in Kontakt treten: Er leitete ein Buch des portugiesischen Orientalisten David Lopes an ihn weiter, lud ihn zur Teilnahme an der Festschrift für Adolfo Bonilla y San Martín ein und bat ihn um Publikationen für die 1924 neu geschaffene und von ihm aufgebaute „Arbeitsstelle für deutsch-spanische Wissenschaftsbeziehungen“ in Madrid.

Briefe Schuchardts an Moldenhauer sind nicht erhalten, da es keinen Nachlass Moldenhauer gibt.

1924   2 Briefe u. 1 Rundschreiben