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Karl Luick

Die Korrespondenz zwischen Karl Luick und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2017. 'Die Korrespondenz zwischen Karl Luick und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2087, abgerufen am 17.11.2019

Karl Luick

Bedeutung

Luick wurde als Sohn eines Vorarbeiters der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn in Wien Floridsdorf geboren. Im Anschluss an die im Herbst 1884 abgelegte Gymnasial-Maturitätsprüfung studierte er Neuphilologie und Germanistik in Wien. Im Jahr 1887/88 absolvierte er die Staatsprüfung für Englisch, Deutsch und Französisch. Am 23.3.1889 legte er bei Jakob Schipper die Doktorprüfung ab (Thema der Dissertation Der mittelenglische Stabreim des XIV. Jahrhunderts in seinem Verhältnis zum altenglischen); es war die erste anglistische Promotion „sub auspiciis Imperatoris“. In Fortsetzung der Dissertation  konnte er sich 1890, wieder von Schipper betreut, mit der Arbeit „Die anglische Stabreimzeile im XIV., XV. und XVI. Jahrhundert“ habilitieren (abgedruckt in Anglia  11, 1888). Ein Jahr später wurde er nach Graz umhabilitiert, wo er zunächst Extraordinarius (1893), dann persönlicher Ordinarius (1898) wurde. Im Herbst 1908 wurde er auf die 2. Wiener anglistische Lehrkanzel berufen. Er war Hrsg. der „Wiener Beiträge zur englischen Philologie“.

Der Briefwechsel zwischen Luick und Schuchardt ist, soweit letzter betroffen ist, nur bruchstückhaft erhalten; Luick hat offenbur nur solche Briefe Schuchardts aufbewahrt, die Hochschulangelegenheiten (im weitesten Sinn) betreffen. Was seine eigenen Briefe angeht, so berühren sie z.T. ebenfalls derartige Fragen, antworten jedoch häufig auch auf Fragen Schuchardts nach Etymologien englischer Begriffe. Ein intensiver „Briefwechsel“ hat sich dann über die gescheiterte Berufung von Ettmayer nach Graz im Jahr 1911 entwickelt, da Luick, von Schuchardt darum gebeten, vergeblich versuchte, zwischen ihm und Meyer-Lübke zu vermitteln. Es kam zu einem regelrechten Zerwürfnis, das Ende 1913 mit dem Bruch der Freundschaft zwischen Schuchardt und Luick endete. Die betreffenden Briefe erlauben tiefe Einblicke in die empfindliche Psyche der an diesem Disput Beteiligten, nicht zuletzt Schuchardts. Spätere Postkarten und Briefe Luicks bezeugen zwar den Versuch, die alte Vertrautheit wieder herzustellen, was jedoch nicht glückte.

 

Herbert Koziol, ÖBL 5, 1972, 358-359; Gero Bauer, NDB 15, 1987, 498-499; Jerzy Welna, A critical survey of a historical phonology of English vowels, Warschau (Warszawa) 1987; Luick revisited: papers read at the Luick Symposium at Schloss Liechtenstein, 15.-18.9.1985.  Dieter Kastovsky; Gero Bauer (ed.). In collab. with Jacek Fisiak, Tübingen 1988; Gunta Haenicke – Thomas Finkenstaedt, Anglistenlexikon 1825-1990, Augsburg 1992, 204-205; Klaas-Hinrich Ehlers, Strukturalismus in der deutschen Sprachwissenschaft. Die Rezeption der Prager Schule zwischen 1926 und 1945, Berlin-New York 2005 (Studia Linguistica Germanica; 77), 217-221, 588.

Informationen

1897   2 Briefe

1899   1 Brief

1900   1 Postkarte, 3 Briefe; 2 Briefe Schuchardts [1 o.D., hier eingeordnet]

1902   5 Briefe, 1 Postkarte

1903   1 Brief, 1 Postkarte

1904   1 Brief, 1 Postkarte

1905   1 Brief, 2 Postkarten [1 o.D., hier eingeordnet]

1908   1 Postkarte

1909   1 Brief; 1 Brief Schuchardts [o. D., hier eingeordnet]

1911   2 Postkarten

1912   1 Telegramm, 4 Briefe; 4 Briefe Schuchardts

1913   5 Briefe

1915   1 Postkarte

1922   1 Telegramm, 1 Postkarte

1926   1 Brief

Briefedition und Kommentare

Die Webedition wurde unter Mitarbeit von Maximilian Vogeltanz erstellt.