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Ernst Lewy

Die Korrespondenz zwischen Ernst Lewy und Hugo Schuchardt wurde von Petra Hödl bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hödl, Petra. 2015. 'Die Korrespondenz zwischen Ernst Lewy und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/2037, abgerufen am 06.06.2020

Die Briefe liegen mit einer ausführlicheren Einleitung und umfangreicheren Fußnoten auch gedruckt vor:  

Hödl, Petra. 2015. '"Dass es in der Sprachwissenschaft kriselt, freut mich." Die Briefe von Ernst Lewy an Hugo Schuchardt'. In: Luca Melchior & Johannes Mücke (Hgg.). Bausteine zur Rekonstruktion eines Netzwerks IV: Von Diez zur Sprachanthropologie. Graz: Institut für Sprachwissenschaft (= Grazer Linguistische Studien 80), 267-321.

 

Ernst Lewy

Bedeutung

Im Gegensatz zu Hugo Schuchardt zählt Ernst Lewy nicht unbedingt zu den prominentesten Figuren der Sprachwissenschaft. Er gilt zwar als einer der Begründer der deutschen Finnougristik, seine Arbeiten zur allgemeinen Sprachwissenschaft und Sprachtypologie dürften jedoch – wohl zu Unrecht – einem größeren Fachpublikum unbekannt geblieben sein.

Mit den im Nachlass Schuchardts erhaltenen neun Briefen liegt nun eine Art „Sekundärliteratur“ vor, in der sich aufschlussreiche Ausführungen zu den wissenschaftlichen Ansichten des Absenders finden. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang Brief 06-6447, in dem Lewy das Problem der „formenlosen Sprachen“ und der „Formsprachen“ bespricht und klar macht, was er unter diesen Begriffen verstehen möchte. Darüber hinaus geben seine Briefe immer wieder auch beredet Zeugnis über die schwierige Position eines „Außenseiters“ im Wissenschaftsbetrieb. Die zwischen Schuchardt und Lewy vorhandenen Berührungspunkte, wie etwa ihre Opposition zu den Junggrammatikern, ihr Rekurs auf Wilhelm von Humboldt, das Thema der Sprachmischung oder auch das gemeinsame Interesse für das Baskische, werden hierbei in den Briefen ebenso deutlich wie die Gegensätze zwischen den beiden Korrespondierenden.

Da es über den Briefwechsel hinaus zwischen Schuchardt und Lewy zu keiner direkten wissen­schaftlichen Konfrontation kam, gewinnen die Schriftstücke zusätzliche Relevanz – vor allem, weil einige Stellen in Lewys Schreiben stark an Rezensionen erinnern (vgl. etwa Brief 05-6451). Im Zuge seiner Stellungnahme zu Schuchardts Arbeiten erläutert Lewy dabei immer wieder seine eigene wissenschaftliche Position, weist auf Parallelen hin und hebt Unterschiede hervor. Dadurch können die Briefe direkt zum Verständnis von Schuchardts und Lewys Arbeiten bzw. gewisser darin vorkommender Ideen beitragen.

Informationen

Ernst Lewy wurde 1881 als jüngstes Kind einer jüdischen Familie in Breslau geboren. Er studierte dort sowie in München und Leipzig zuerst vor allem Literaturwissenschaft, später vermehrt (vergleichende) Sprachwissenschaft. 1904 promovierte er in Breslau mit einer Arbeit zu den Altpreußischen Personennamen (Lewy 1904). Danach ging er nach Berlin, wo er insbesondere von Franz Nikolaus Finck und dessen Über­legungen zur Sprachtypologie beeinflusst wurde. 1910 erfolgte die Habilitation mit einer vergleichenden Untersuchung Zur finnisch-ugrischen Wort- und Satzbildung (Lewy 1911c). Lewys Interesse an literaturwissenschaftlichen Themen schlug sich daneben u.a. in einer vierbändigen Werkausgabe des Sturm- und Drang Schriftstel­lers Jacob Michael Lenz nieder (Lewy 1909). Eines seiner Hauptarbeitsfelder war jedoch die Finnougristik, wobei hier exemplarisch seine Tscheremissische Grammatik (1922a) zu nennen ist.

Lewys akademische Karriere verlief alles andere als reibungslos. In Berlin gab es keine feste Anstellung für ihn und eine versuchte Umhabilitierung nach Göttingen mit einem Probevortrag über Goethes Alterssprache (Lewy 1913d) schlug fehl (vgl. hierzu Brief 02-6448). Er arbeitete mit Unterbrechungen als Privatdozent in Berlin, bis er 1925 zum nicht beamteten Titularprofessor am dortigen Un­garischen Institut ernannt wurde. 1931 erfolgte die Ernennung zum beamteten außerordentlichen Professor. Aufgrund der rassistischen nationalsozialistischen Gesetzgebung verlor Lewy seine Anstellung jedoch wenige Jahre später wieder und musste 1937 nach Irland auswandern. Dort war er ab 1939 an der Royal Irish Academy tätig und lehrte am University College Dublin. 1947 wurde er zum ordentlichen Professor für Sprachwissenschaft ernannt und nahm auch die irische Staatsbürgerschaft an. Nach Deutschland kehrte er nur mehr für Kurzbesuche zurück. Verstorben ist Lewy kurz nach seinem 85. Geburtstag 1966 in Dublin.

Lewys Schriften decken eine Vielzahl von Arbeitsfeldern ab. Neben Finnougristik sowie allgemeiner Sprachwissenschaft und Sprachtypologie arbeitete er auch im engeren Bereich der Indogermanistik, etwa zu etymologischen Fragestellungen (vgl. hierzu den Facettenreichtum seiner Kleinen Schriften 1961). Als sein Lebenswerk sah Lewy selbst sein Buch Der Bau der europäischen Sprachen an. In diesem Werk klassifiziert und charakterisiert er unterschiedliche europäische Sprachen, wobei er „die Verschiedenheit im Bau der Sprachen Europas und seine Veränderungen“ beschreiben und „diese Änderungen auf die geistigen Änderungen der in Europa vereinten Menschen“ beziehen will (Lewy 21964: 13).

Was Lewys Sprachtypologie besonders auszeichnet, ist, dass er die charakteristischsten Züge einer Sprache im gesamten Sprachbau, d.h. auf allen grammatischen Ebenen, herausarbeiten möchte. So versucht er das Wesen der jeweiligen Sprache zu erfassen.

Für weitere Informationen zu Lewys Biographie und seinem wissenschaftlichen Stellenwert siehe u.a. Holfter (2008) sowie Maas (2010).

Briefedition und Kommentare

Die neun Briefe von Lewy an Schuchardt, die in dessen Nachlass in der Universitätsbibliothek Graz erhalten sind, tragen die Bibliotheksnummern B 06446 bis B 06454. Sie wurden alle zwischen den Jahren 1921 und 1926 verfasst und fallen somit ausschließlich in eine für Lewy beruflich und finanziell höchst schwierige Zeit. Es handelt sich um acht handschriftliche Briefe und ein mit einer Schreibmaschine getipptes Schriftstück. Zusätzlich dazu ist einem Brief eine Seite mit einem gedruckten Gedicht von Lewy beigelegt, welches dieser zu Ehren seines verstorbenen Lehrers Finck 1910 verfasst hatte. Darüber hinaus lassen zahlreiche Anmerkungen in den Briefen darauf schließen, dass ein reger Austausch von gegenseitigen Schriften stattgefunden hat.

Von den Gegenbriefen Schuchardts an Lewy konnten leider trotz intensiver Suche keine gefunden werden. Sie befinden sich laut schriftlicher Auskunft weder im Archiv der Humboldt-Universität in Berlin, noch im Besitz der Royal Irish Society in Dublin, noch in der Ernst Lewy‘s Collection in Odense, Dänemark.

Zur Chronologie der Briefe ist zu sagen, dass der Brief mit der Bibliotheksnummer 06447 bei der Inventarisierung falsch eingeordnet wurde, wobei der Grund hierfür bei Lewy selbst zu suchen ist, der den Brief versehentlich falsch datiert. Ansonsten sind die Briefe chronologisch korrekt eingeordnet, wobei bei manchen der Ort und das (ungefähre) Datum aus dem Inhalt der Briefe erschlossen werden muss.

Bei der Abschrift wurde versucht, Lewys Briefe möglichst originalgetreu wiederzugeben. So wurden die meisten orthographischen Eigen­heiten des Schreibers beibehalten, sofern sich eine gewisse Systematik erkennen ließ. Als besonders kennzeichnend für Lewys Briefe sind die häufigen Einschübe, Gedankenstriche und nachträglichen Ergänzungen anzusehen. Diese dürften zu einem gewissen Teil seiner damaligen Arbeitssituation geschuldet sein, lassen sich aber wahrscheinlich auch als allgemein charakteristisch für Lewys Arbeitsstil und Persönlichkeit ansehen. Nichtsdestotrotz wurde im Hinblick auf die Leserfreundlichkeit auf eine spezielle Auszeichnung der zahl­reichen nachträglichen Ergänzungen und Einschübe verzichtet. Der Wortlaut der Abschrift stellt somit gewissermaßen die Endfassung von Lewys Briefen dar.

Zur Befußnotung bleibt zu sagen, dass versucht wurde, auf möglichst viele Quer­verweise einzugehen und insbesondere eine Verbindung der Briefinhalte zu den formulierten Ideen in den Werken von Lewy und Schuchardt herzustellen. Für die Online-Ausgabe der Briefedition wurde allerdings auf längere direkte Zitate aus Schuchardts Schriften weitgehend verzichtet, da die Homepage des Hugo Schuchardt Archivs über eine vollständige und frei zugängliche Schriftedition desselben verfügt (http://schuchardt.uni-graz.at/werk/schriften/gesamte-edition). Diese bietet dem Leser die Möglichkeit, die in den Briefen angesprochenen Stellen bei Interesse einfach und bequem von zu Hause aus im Original nachzulesen – und so auf den Geschmack gebracht vielleicht auch ein bisschen länger in Schuchardts Arbeiten zu verweilen.

Die Webedition wurde unter Mitarbeit von Johannes Mücke erstellt.

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