Senden hat offenbar funktioniert, aber es wird noch ein Bestätigungsmail verschickt, sobald die Änderungen angekommen sind.
Es hat etwas nicht funktioniert. Bitte den Inhalt in Word (o.Ä.) kopieren und per Mail schicken.

Antonio Irace

Die Korrespondenz zwischen Antonio Irace und Hugo Schuchardt wurde von Verena Schwägerl-Melchior bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Schwägerl-Melchior, Verena. 2015. 'Die Korrespondenz zwischen Antonio Irace und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1826, abgerufen am 23.09.2020

Antonio Irace

Bedeutung

Antonio Irace zählt zu den Korrespondenten Schuchardts, über deren Identität nur sehr wenig in Erfahrung zu bringen ist. Vermutlich handelt es sich bei ihm um einen „nocchiere di porto“, der in der Gazzetta ufficiale del Regno d’Italia vom 8. November 1893, 4659 unter den pensionierten Personen, die dem Ministro di Agricoltura, Industria e Commercio unterstellt sind, aufgeführt ist.

Gegenbriefe

Bisher konnte kein Schreiben Schuchardts an Antonio Irace gefunden werden.

Briefedition und Kommentare

Es kann angenommen werden, dass Schuchardt im Jahre 1901 während einer mehrmonatigen Reise durch Süditalien, bei der er unter anderem Neapel besuchte, mit Antonio Irace in Kontakt kam. Irace gab Schuchardt in Neapel Auskunft zu Fischernetzen und der diese betreffenden Terminologie, wie aus Schuchardts Notizen im Nachlass (Werkmanuskripte 17.1.3.2, v.a. S. 13) hervorgeht. Offensichtlich beauftragte Schuchardt Irace damit, für ihn einige Fischernetze zu beschaffen und ihm diese zuzuschicken. Zu diesem Zweck hinterließ Schuchardt, wie aus der Postkarte Iraces hervorgeht, Irace bereits vor Ort einen Geldbetrag. Da Irace allerdings angibt, darüber hinaus noch Spesen in Höhe von 6, 5 Lire gehabt zu haben, wies Schuchardt nach Erhalt der Netze weitere 15 Lire an, wie aus dem handschriftlichen Vermerk am Rand der Postkarte geschlossen werden kann.

Die von Irace gesammelten Netze fanden Eingang in die Objektsammlung Schuchardts, die durch Zusendungen von Schuchardts Korrespondenten und eigene Erwerbungen während seiner Reisen kontinuierlich wuchs und vor allem Fischereigeräte, Geräte für Spinnerei und Garnherstellung sowie Utensilien zum Mähen und Dreschen umfasst.

Die erhaltenen Stücke der Schuchardt’schen Objektsammlung werden im Österreichischen Museum für Volkskunde aufbewahrt. Die von Antonio Irace von Neapel nach Graz gesandten Netze, die allesamt ein von Irace beschriftetes Etikett aufweisen, tragen die Inventarnummern ÖMV/63.547, ÖMV/63.548 und ÖMV/63.560. Unter Umständen stammen auch zehn Angelhaken (ÖMV/63.517) und ein Haken für Tintenfische (ÖMV/63.518) von Antonio Irace.

 

Bibliographie

Gazzetta Ufficiale del Regno d'Italia N. 263 del 8 Novembre 1893, Abrufbar unter http://augusto.digitpa.gov.it/#giorno=08&mese=11&anno=1893