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Eduard Hoffmann-Krayer

Die Korrespondenz zwischen Eduard Hoffmann-Krayer und Hugo Schuchardt wurde von Silvio Moreira de Sousa bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Für die Korrektur wird Patricia Candea herzlich gedankt.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Sousa, Silvio Moreira de. 2017. 'Die Korrespondenz zwischen Eduard Hoffmann-Krayer und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1780, abgerufen am 17.10.2019

Eine ausführlich kommentierte und die zugehörige Bibliographie umfassende Printedition findet sich in

Sousa, Silvio Moreira de. 2016. Überreste eines Netzwerks. Die Korrespondenz von Eduard Hoffmann-Krayer und Johan Hendrik Gallee mit Hugo Schuchardt.  In: Verena Schwägerl-Melchior (Hg.). Bausteine zur Rekonstruktion eines Netzwerks V: Sprachwissenschaft und Volkskunde im Austausch. Graz: Institut für Sprachwissenschaft (= Grazer Linguistische Studien 85), 145-164. Online hier.

Eduard Hoffmann-Krayer

Bedeutung

Der gebürtige Basler Eduard Hoffmann-Krayer legte sein Maturitätsexamen an der Lerberschule in Bern ab. Sein Studium der Philologie begann er an der Universität Basel, wo er ein Schüler Otto Behaghels war (Trümpy 1972:395). Er verbrachte einige Semester an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Leipzig und Berlin, wo er Germanistik, Romanistik und Sprachwissenschaft studierte (Geiger 1946:I). Bis 1900 arbeitete Hoffmann-Krayer als Privatdozent in Zürich; dazu kam auch eine Arbeitsstelle am Schweizerischen Idiotikon zwischen 1895 und 1899. Im Jahre 1891 habilitierte er in Zürich. Als er noch Privatdozent an der Universität Zürich war, gründete Hoffmann-Krayer 1896 die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde. Über 40 Jahre steuerte Hoffmann-Krayer das Schicksal dieser Gesellschaft, „auch wenn er nicht immer ihr Obmann war“ (Bächtold-Stäubli 1936:iv). Es etablierte sich gar die Ansicht, „dass der Name Hoffmann-Krayer die schweizerische Volkskunde bedeutet“ (Bächtold-Stäubli & Geiger 1934:98). Seit der Gründung der Gesellschaft wandte sich Hoffmann-Krayer stark von der rein linguistischen Forschung ab und wandte der Volkskunde zu. In der Debatte mit Adolf Strack, Albrecht Dietrich und Hermann Usener verteidigte Hoffmann-Krayer seine Ansicht von Volkskunde: Diese sollte sich mit dem vulgus in populo beschäftigen und nicht mit dem Volk als Nation (cf. Pitrè 1999:60). Jedoch begann sich Hoffmann-Krayer um die Jahrhundertwende wieder mehr für die Sprachwissenschaft zu interessieren (Bächtold-Stäubli 1936:xi), da die Linguistik „Sachen“ zur etymologischen Erklärung zu berücksichtigen anfing (d. h. die Strömung „Wörter und Sachen“). Im Jahre 1900 wurde Hoffmann-Krayer zum ausserordentlichen Professor für Phonetik, Schweizer Mundarten und Volkskunde an der Universität Basel ernannt und seit 1909 Ordinarius für Germanische Philologie (Trümpy 1972:395). Im Jahr 1911 gründete Hoffmann-Krayer die Zeitschrift Schweizer Volkskunde = Folk-Lore Suisse - Korrespondenzblatt der Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde mit dem Ziel „weitere Kreise zur Mitarbeit heranzuziehen“ (Bächtold-Stäubli & Geiger 1934:98). Hoffmann-Krayer war auch Präsident des Schweizerischen Kommitee für jüdische Volkskunde zwischen 1909 und 1921 (Guggenheim-Grünberg 1964:136). Der Briefwechsel Hoffmann-Krayers wurde zum Teil von Trümpy (1964) bearbeitet.

Bibliographie:

Bächtold-Stäubli, Hanns. 1936. ‚E. H.-K. (Erinnerungen an meinen Lehrer u. Freund)‘. In Schweizerisches Archiv für Volkskunde = Archives suisses des traditions populaires 35: i-xv.

Bächtold-Stäubli, Hanns / Geiger, Paul. 1934. ‚Eduard Hoffmann-Krayer zum 70. Geburtstag (5. Dezember 1934)‘. In Schweizerisches Archiv für Volkskunde = Archives suisses des traditions populaires 33: 97-98.

Dundes, Alan (ed.). 1999. International folklorists: classic contributions by the founders of folklore. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Geiger, Paul 1946. ‘Eduard Hoffmann-Krayer 1864-1936’. In P. Geiger (ed.). E. Hoffmann-Krayer. Kleine Schriften zur Volkskunde. Basel: G. Krebs.

Geiger, Paul (ed.). 1946. E. Hoffmann-Krayer. Kleine Schriften zur Volkskunde. Basel: G. Krebs.

Guggenheim-Grünberg, Florence. ‚Eduard Hoffmann-Krayer und die jüdische Volkskunde‘. In Schweizerisches Archiv für Volkskunde = Archives suisses des traditions populaires 60: 133-140.

Pitrè, Giuseppe. 1999. ‚On the Need for a Bibliography of Folklore‘. In A. Dundes (ed.). International folklorists: classic contributions by the founders of folklore. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Trümpy, Hans. 1964. ‚Aus Eduard Hoffmann-Krayers Briefwechsel‘. In Schweizerisches Archiv für Volkskunde = Archives suisses des traditions populaires 60: 113-132.

Trümpy, Hans. 1972. ‚Eduard H.-Krayer‘. In Neue Deutsche Biographie. vol. 9. Berlin: Duncker & Humblot.

Gegenbriefe

Zwar existiert ein Nachlass von Eduard Hoffmann-Krayer an der Öffentliche Bibliothek der Universität Basel, die Briefe Schuchardts‘ liegen dort jedoch nicht vor. Der Inhalt kann allerdings anhand der Briefe Hoffmann-Krayers‘ rekonstruiert werden.

Briefedition und Kommentare

Die Briefe von Eduard Hoffmann-Krayer an Schuchardt (Bibliotheksnummern 04808 bis 04815) stammen aus der Zeit zwischen 1909 und 1924. Die Briefe verteilen sich chronologisch folgendermaßen:

1909 2 Briefe

1910 1 Postkarte

1911 1 Bildkarte, 1 Postkarte

1917 1 Postkarte

1920 1 Postkarte

1924 1 Brief

Die Initiative zur Korrespondenz ging anscheinend von Hoffmann-Krayer aus. Der deutliche Höhepunkt des Kontakts fand 1909 statt. In diesem Jahr hatte Hoffmann-Krayer Graz besucht und persönlich Schuchardt kennengelernt. Die Briefe von Hoffmann-Krayer an Schuchardt sind auf Deutsch verfasst.