Adolf Ebert

Die Korrespondenz zwischen Adolf Ebert und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.


Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2016. 'Die Korrespondenz zwischen Adolf Ebert und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1430, abgerufen am 24.05.2017

Adolf Ebert

Bedeutung

Georg Karl Wilhelm Adolf Ebert wurde 1820 in Kassel als Sohn eines kurhessischen Regierungsassessors geboren. Er studierte in Marburg, Leipzig und Berlin Geschichte, Philosophie und romanische Sprachen und wurde 1844 in Göttingen mit der Arbeit Historia Ioannis secundi Castellae regis, usque ad pugnam apud Olmedium commissam enarrata promoviert. Ein Jahr später erfolgte die Habilitation in Geschichtswissenschaft und romanischer Literatur, wiederum in Göttingen. Nach Privatdozentenjahren in Göttingen und Marburg (1845-1850; 1850-1856) wurde er 1856 ao. Prof. in Marburg, 1862 Ordinarius für Romanische Sprachen und Literaturen in Leipzig. Seit 1867 war er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Gemeinsam mit Ferdinand Wolf (1796-1866) war er Begründer und Herausgeber des Jahrbuch[s] für romanische und englische Literatur (1859-64).

Ebert betreute Schuchardts Habilitation im Jahr 1870 und stand ihm dabei auch in allen technisch-administrativen Fragen als Berater zur Seite. Schuchardts Interesse an metrischen Problemen dürfte auf Eberts Einfluss zurückzuführen sein. Auch als Schuchardt zunächst nach Halle gewechselt war, korrespondierten beide nicht nur miteinander, sondern besuchten sich auch. Es gibt keinen erkennbaren Grund dafür, dass ihre Korrespondenz 1879 abbricht; möglicherweise sind nicht alle Briefe Eberts erhalten. In Eberts NL Leipzig, UB Ms. 0702-04 u. 0933 finden leider keine Briefe Schuchardts. Es sei jedoch auf 237 Briefe Eberts an Zarncke verwiesen, die sich in dessen Leipziger Nachlass (UB, NL 249) finden.

L. J. Fränkel, ADB 48, 1904, 230-241; Alfred Noyer-Weidner, NDB 4, 1959, 253; Ernst Robert Curtius, Gesammelte Aufsätze, 1960, 484; Gunta Haenicke / Thomas Finkenstaedt, Anglistenlexikon, Augsburg 1992, 77-78; Klaus Bochmann, „Sprachwissenschaftler wider Willen: Adolf Ebert und die Anfänge der Leipziger Romanistik“, in: Ders., Lebendige Philologie. Studien zur Soziolinguistik, Gesellschaftstheorie u. zur Wissenschaftsgeschichte der Romanistik. Hrsg. v. Jürgen Erfurt u. Falk Seiler, Leipzig 1999, 125-138; Bochmann / de Toro, „Romanistik“, in: Ulrich von Hehl / Uwe John / Manfred Rudersdorf (Hrsg.), Geschichte der Universität Leipzig 1409-2009. Fakultäten, Institute, Zentrale Einrichungen, 1. Halbbd., Leipzig 2009, 632-655, hier 633-636 (P); Alexander M. Kalkhoff, Romanische Philologie im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Institutionengeschichtliche Perspektiven, Tübingen 2010 (Romanistica monacensia; 78), 2010, 353; Professorenkatalog der Universität Leipzig / catalogus professorum lipsiensium (online); http://www.saw-leipzig.de/de/mitglieder/eberta (P).

Vgl. auch den Eintrag zu Ebert im Romanistenlexikon.

Informationen

1869   2 Briefe

1872   5 Briefe

1873   2 Briefe

1874   3 Briefe

1875   2 Briefe

1876   2 Briefe

1877   1 Brief

1879   1 Brief

Briefedition und Kommentare

Die Webedition wurde unter Mitarbeit von Maximilian Vogeltanz erstellt.