Senden hat offenbar funktioniert, aber es wird noch ein Bestätigungsmail verschickt, sobald die Änderungen angekommen sind.
Es hat etwas nicht funktioniert. Bitte den Inhalt in Word (o.Ä.) kopieren und per Mail schicken.

Adolphe Dietrich

Die Korrespondenz zwischen Adolphe Dietrich und Hugo Schuchardt wurde von Philipp Krämer bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Krämer, Philipp. 2013. 'Die Korrespondenz zwischen Adolphe Dietrich und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1391, abgerufen am 26.06.2019

None

Adolphe Dietrich

Bedeutung

Von Adolphe Dietrich liegt ein einziger Brief aus dem Jahr 1891 vor (Briefnummer 2307). Er bietet Einsichten in den persönlichen Umgang zwischen Schuchardt und einem seiner Schüler. Insbesondere erlaubt er Aufschlüsse darüber, wie Schuchardt seine Bekanntschaften und Vernetzungen in Paris auch dazu nutzte, die Karriere seiner Studenten zu fördern.

Informationen

Die genauen Lebensdaten oder andere biographische Informationen über Adolphe Dietrich sind bisher nicht bekannt. Es ist lediglich klar, dass Dietrich ein Student Schuchardts war und mit ihm ein Interesse für Kreolsprachen teilte. Insbesondere überließ Schuchardt Dietrich seine Materialien über die Kreolsprachen von La Réunion und Mauritius, für deren Bearbeitung er offenbar selbst keine Kapazitäten hatte. So veröffentlichte Dietrich im Jahr 1891 seinen Artikel „Les parlers créoles des Mascareignes“, der in der renommierten Zeitschrift Romania erschien.

Briefedition und Kommentare

Im Brief werden Kreolsprachen insgesamt kaum thematisiert. Stattdessen berichtet Dietrich über mehrere Tage hinweg von seinen Erfahrungen bei einem Auslandsaufenthalt in Paris. Offenbar hatte er anfangs Schwierigkeiten, persönliche Bekanntschaften zu knüpfen. Zwar hatte Schuchardt ihm Kontakte vermittelt, manche davon stellten sich aber als nicht fruchtbar heraus. Unter den Ansprechpartnern in Paris sind auch Persönlichkeiten, mit denen Schuchardt bereits vorher länger korrespondiert hatte, nämlich der Historiker und Beamte P. Vauchelet (Brief-Nr. 12377-12392 von 1885 bis 1891) sowie der Keltist und Historiker Henri Gaidoz (Brief-Nr. 03212-03307 von 1875 bis 1904).

Die Briefabschrift folgt der Schreibweise im Original ohne Korrekturen.

Zum fachlichen und biographischen Hintergrund von Adolphe Dietrich und zu seinem Verhältnis zu Hugo Schuchardt vgl.:

Krämer, Philipp (erscheint im Frühjahr 2014). Französische Kreolistik im 19. Jahrhundert. Rassismus und Determinismus in der kolonialen Philologie. (Kreolische Bibliothek Band 25). Hamburg: Buske.

Bibliographie:

Dietrich, Adolphe (1891). Les parlers créoles des Mascareignes, Romania, 20, 216-277.