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Lorenz Diefenbach

Die Korrespondenz zwischen Lorenz Diefenbach und Hugo Schuchardt wurde von Luca Melchior bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Webedition wurde unter Mitarbeit von Katrin Purgay und Lilly Olet erstellt.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Melchior, Luca. 2015. 'Die Korrespondenz zwischen Lorenz Diefenbach und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter: http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1388, abgerufen am 16.10.2019

Lorenz Diefenbach

Bedeutung

Georg Anton Lorenz Diefenbach (1806-1883) gehört zu einer Generation von Sprachforschern, die den Weg zur modernen Linguistik anbahnten, ohne jedoch (gänzlich) dazu zu gehören. Der Pfarrer und Bibliothekar Diefenbach[1] war wissenschaftlich von Franz Bopp und August Friedrich Pott geprägt, "seinen theuren Lehrern und Freunden", wie er in der Widmung seines Vergleichende[n] Wörterbuch[s] der gothischen Sprache (Diefenbach 1851) schrieb, aber auch von Jacob Grimm, mit dem er eng befreundet war und der ihn 1860 als korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin vorschlug (vgl. Storost 2008: 169). Diefenbach bewegte sich im historisch-vergleichenden Paradigma und beschäftigte sich dabei vorwiegend mit romanistischen und germanistischen Themen – vor allem mit der Entstehung, Klassifikation und Verwandtschaft romanischer Sprachen. Seine Doktorarbeit Ueber die jetzigen romanischen Schriftsprachen (Diefenbach 1831) "war bis zum Jahre 1836, bis zum Erscheinen der Grammatik von Diez, das Bedeutendste, was seit langem als gesamtromanistische Arbeit zum aktuellen Stand der romanischen Sprachen publiziert wurde" (Storost 2008: 177). Gerade Friedrich Diez, der "Begründer der romanischen Philologie", widmete ihm die zweite Ausgabe seines Etymologische[n] Wörterbuch[s] der romanischen Sprachen (Diez 1861/1862).[2] Diefenbach war ein profunder Kenner der älteren Stufen des Deutschen sowie "des klassischen und mittelalterlichen Lateinischen" (Schwarz 1957), verfasste wichtige deutsch-lateinische und gotische Wörterbücher (Diefenbach 1851, 1857, 1867) sowie bedeutende keltologische Werke (Diefenbach 1839-1840). Er befasste sich aber, wie in der Zeit üblich, auch mit dem Studium der Ethnographie, vor allem der ost- und südeuropäischen Völker. Obwohl sein Werk deutliche Spuren der Zeit trägt und heutzutage fast vollständig in Vergessenheit geraten ist, zählt Diefenbach zweifellos zu den Wegbereitern der heutigen Linguistik und vor allem sein Beitrag für die Entwicklung der Romanistik gehört gebührend anerkannt – was Schuchardt selbst in seinem ersten Brief vom 27. Juni 1869 tat: "Sie waren unter den ersten Anregern der romanischen Sprachwissenschaft".

Vgl. auch den Eintrag zu Diefenbach im Romanistenlexikon.

Informationen

Der Briefwechsel ist wenig umfangreich und erstreckt sich über eine sehr kurze Zeit: Er beschränkt sich auf sechs Briefe – drei von Schuchardt und drei von Diefenbach[3] –, geschrieben zwischen dem 27.6. und dem 12.7.1869.[4] Es ist Schuchardt, der den Kontakt zum älteren Diefenbach sucht. Er hat sich nämlich bezüglich des Themas seiner Habilitationsschrift umentschieden (vgl. dazu den Briefwechsel mit Diez in Hurch 2013) und möchte sich statt mit dem römischen Dialekt mit dem Lautwandel im "Churwälschen" befassen. Diefenbach hatte sich in seiner Doktorschrift (Diefenbach 1831) explizit mit dem Rätoromanischen Graubündens (und zum Teil mit dem Dolomitenladinischen) beschäftigt und diesen Sprachen auch in seinen vergleichenden Arbeiten gebührenden Platz gewidmet. Er gilt als eine Autorität auf dem Gebiet, und es erstaunt nicht, dass Schuchardt sich an ihn wendet. Vor allem der Sprachkontakt – ein Thema, welches das wissenschaftliche Leben Schuchardts bestimmen wird – interessiert den jungen Romanisten, der sich mit den Modalitäten, Wegen und der Datierung von lateinischem und romanischem Lehngut in den oberdeutschen Varietäten beschäftigen möchte. Es sind besonders die Fälle, in denen nicht klar ist, ob die Entlehnung aus dem Latein oder doch später aus dem Romanischen erfolgte, in denen die Lehnrichtung unsicher ist – denn es kann sich auch um germanische Elemente handeln, die in die romanischen Sprachen eingedrungen sind –, die Schuchardt näher untersuchen möchte und wegen denen er sich an den Frankfurter Gelehrten wendet. Vor allem scheint sich aber Schuchardt rückversichern zu wollen, dass das Feld, das er betreten will, nicht schon besetzt ist und bittet daher den älteren Kollegen um bibliographische Hinweise in dem Bereich. Dem Briefwechsel ist jedoch zu entnehmen, dass Schuchardt auf dem Gebiet bestens informiert ist (einen einzigen Titel, der von Diefenbach genannt wird, besitzt er nicht).[5] Er ist jedoch von den in Deutschland erschienen Publikationen wenig befriedigt (wie er auch wenig später Friedrich Diez mitteilt, vgl. Brief vom 1.12.1869 in Hurch 2013: 38-39). Diefenbach selbst bezweifelt, einen relevanten Beitrag zu den Forschungen des jungen Kollegen leisten zu können.

Bemerkenswert ist die Interessenbekundung des 27-jährigen Schuchardts für die Romania alpina, denn "für den Linguisten und Ethnographen liegen hier gewiss mehr Schätze verborgen, als irgend anderswo auf romanischem Gebiete" (Brief vom 7. Juli); ein Interesse, das ihn lange Jahre begleiten sollte, auch wenn es nicht dazu führte, weitere opere magnae zu diesem Thema zu verfassen (vgl. Melchior 2014, Melchior/Schwägerl-Melchior in Vorb.).

Zu dieser Zeit ist der junge Sprachwissenschaftler noch im Forschungsparadigma der Zeit: So behauptet er, er habe sich "in den grauenhaften Wirrwarr rätorom. Orthographie gestürzt, um nach einigen Lautgesetzen zu fischen" (Brief vom 30. Juni). Obwohl die Habilitationsschrift sicherlich als "bereits charakteristischer" (Wunderli 2001: 130) für den späteren Schuchardt zu betrachten ist als die Dissertation, sollen seine innovativsten Werke  erst in den folgenden Jahren und Jahrzehnten kommen.

Diefenbach gehört zu dem Netzwerk, das Schuchardt schon zu dieser Zeit mit den wichtigsten Figuren der damaligen Sprachforschung zu spinnen gewusst hat: Er steht schon seit einigen Jahren in Kontakt mit Friedrich Diez, 1869 beginnt aber auch schon der Briefwechsel mit Graziadio Isaia Ascoli[6], den er auch schon in Italien getroffen hat, wie es seinem zweiten Brief an Diefenbach (vom 30. Juni) zu entnehmen ist, aber auch mit Adolf Mussafia[7] und vielen anderen. Diefenbach ist auch Teil des "rätoromanischen Netzwerks" von Schuchardt, dem die wichtigsten Vertreter der Forschung zum Friaulischen, Bündnerromanischen und Dolomitenladinischen sowie wichtige Persönlichkeiten des Kulturlebens der betreffenden Gebiete, aber auch einfache Informanten angehören (vgl. dazu Melchior/Schwägerl-Melchior in Vorb.).

Der Ton des Briefwechsels ist sehr höflich, das Autoritätsgefälle zwischen den beiden ist spürbar, selbst wenn Schuchardt sich nicht scheut, dem älteren Diefenbach in einzelnen Punkten zu widersprechen. Diefenbach wiederum kennt und schätzt das Werk des jungen Wissenschaftlers (Schuchardt 1866-1868), und auch in die geplante Habilitationsschrift setzt er viele Hoffnungen. Diese wird jedoch von Schuchardt als "ein ganz unbedeutendes Specimen" späterer Studien abgetan, das er "zu einem besonderen Zwecke", der Habilitation, angedacht hat, mit der er sich "in einem Alter von 27 Jahren, doch etwas beeilen muss" (Brief vom 7. Juli). Dem Rätoromanischen widmete Schuchardt keine spätere Studie, der Sprachkontakt blieb jedoch sein bevorzugtes Forschungsfeld.

Gegenbriefe

Der Nachlass von Lorenz Diefenbach befindet sich in der Universitätsbibliothek der Justus-Liebig-Universität Gießen.[8] Die Briefe Schuchardts werden auch dort aufbewahrt und wurden für die vorliegende Edition digitalisiert und zur Verfügung gestellt [wurden].[9]

Briefedition und Kommentare

Diese Publikation versteht sich nicht als diplomatische Edition der Briefe. Obwohl die Korrespondenz weitestgehend dem Original getreu wiedergegeben wird, wird in den Briefen Diefenbachs die Wiedergabe der Umlaute vereinheitlicht: Der Frankfurter Gelehrte macht in der Regel (aber nicht immer) Gebrauch der alten orthographischen Formen mit hochgestelltem <e> (<aͤ>, <oͤ>, <uͤ>); diese wurden jedoch als <ä>, <ö> und <ü> usw. wiedergegeben, mit Ausnahme der Schreibung <yͤ>, die beibehalten wurde.

Literatur:

Attlmayr, Friedrich von. 1865. Die deutschen Kolonien im Gebirge zwischen Trient, Bassano und Verona. In Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg 3. Serie 12, 90–127.

 

Attlmayr, Friedrich von. 1867. Die deutschen Kolonien im Gebirge zwischen Trient, Bassano und Verona. In Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg 3. Serie 13, 1–88.

 

Bacmeister, Adolf. 1867. Alemannische Wanderungen. I. Ortsnamen der keltisch-römischen Zeit. Slavische Siedlungen. Stuttgart: J.G. Cotta’sche Buchhandlung.

 

Bergmann, Joseph. 1844. Untersuchungen über die Walliser oder Walser in Graubünden und Vorarlberg. Mit einigen diese Gebiete betreffenden historischen Erläuterungen. Wien: Carll Gerold.

 

Bergmann, Joseph. 1855. Einleitung zu Schmeller’s cimbrischem Wörterbuche. In Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften (Wien) 15(1), 60–159.

 

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Carisch, Otto. 1848. Taschen-Wörterbuch der rhaetoromanischen Sprache in Graubünden, besonders der Oberländer und Engadiner Dialekte. Chur: Fr. Wassali.

 

Carisch, Otto. 1852. Grammatische Formenlehre der deutschen und rhätoromanischen Sprache für die romanischen Schulen Graubündens nebst einer Beilage über die rhätoromanische Grammatik im Besondern und einigen Proben aus der ältesten rhätorom. Prosa und Poesi. Chur: Leonh. Hitz.

 

Conradi, Matthias. 1828. Dictionar (lexicon) da tasca dilg linguaig tudesc-romantsch/ Taschenwörterbuch der Deutsch-Romanischen Sprache. Zürich: Orell, Füssli und Comp.

 

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Diefenbach, Lorenz. 1831. Ueber die jetzigen Romanischen Schriftsprachen die spanische, portugiesische, rhätoromanische (in der Schweiz), französische, italienische und dakoromanische. Leipzig: J. Ricker.

 

Diefenbach, Lorenz. 1839. Celtica. Sprachliche Documente zur Geschichte der Kelten. 2 Bde., 3 Tlbde. Stuttgart: Imle & Liesching.

 

Diefenbach, Lorenz. 1851. Vergleichendes Wörterbuch der gothischen Sprache. 2 Bde. Frankfurt am Main: Joseph Baer.

 

Diefenbach, Lorenz. 1857. Glossarium Latino-Germanicum mediae et infimae aetatis. Supplementum lexici mediae et infimae latinitatis. Frankfurt am Main: Joseph Baer.

 

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Diefenbach, Lorenz. 1861. Origines Europaeae. Die alten Völker Europas mit ihren Sippen und Nachbarn. Frankfurt am Main: Joseph Baer.

 

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Diez, Friedrich. ²1861. Etymologisches Wörterbuch der romanischen Sprachen. 2 Bde. Bonn: Adolph Marcus.

 

Diez, Friedrich. ³1869. Etymologisches Wörterbuch der romanischen Sprachen. 2 Bde. Bonn: Adolph Marcus.

 

Diez, Friedrich. 1883. [Rez. von] Ueber die jetzigen Romanischen Schriftsprachen, die Spanische, Portugiesische, Rhätoromanische, Franzoesische, Italienische und Dakoromanische mit Vorbemerkungen über Entstehung, Verwandtschaft u. s. w. dieses Sprachstammes von L. Diefenbach. Leipzig bei Richer, 1831. In Hermann Breymann (Hg.), Friedrich Diez’ kleinere Arbeiten und Recensionen. München / Leipzig: R. Oldenbourg, 119–126.

 

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Melchior, Luca. 2014. ‚“Die Friauler sind linguistisch genommen, keine Italiener (auch die Sardinier sind in diesem Sinne keine), sondern Ladiner” – Alcuni appunti su Hugo Schuchardt e il Friuli‘. In Ce fastu? 90, 5–67.

 

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Stalder, Franz Joseph. 1806. Versuch eines Schweizerischen Idiotikon, mit etymologischen Bemerkungen untermischt Bd. 1: A-G : samt einer Skizze einer Schweizerischen Dialektologie. Basel & Aarau: Flickischen Buchhandlung.

 

Stalder, Franz Joseph. 1812. Versuch eines Schweizerischen Idiotikon, mit etymologischen Bemerkungen untermischt. Bd.2: H-Z : samt einer Nachlese vergessener Wörter oder Bedeutungen. Aarau: Sauerländer.

 

Staub, Friedrich. 1868. Das Brot im Spiegel schweizerdeutscher Volkssprache und Sitte. Lese schweizerischer Gebäckenamen. Aus den Papieren des schweizerischen Idiotikons. Leipzig: Hirzel.

 

Stengel, Edmund. 1868. Vocalismus des lateinischen Elementes in den wichtigsten romanischen Dialecten von Graubünden und Tyrol. Bonn: Weber.

 

Stengel, Edmund. ²1895. Private und amtliche Beziehungen der Brüder Grimm zu Hessen. Eine Sammlung von Briefen und Actenstücken als Festschrift zum hundertsten Geburtstag Wilhelm Grimms den 24. Februar 1886. Band I: Briefe der Brüder Grimm an hessische Freunde. Marburg: N.G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung.

 

Steub, Ludwig. 1843. Ueber die Urbewohner Rätiens und ihren Zusammenhang mit den Etruskern. München: Verlag der literarisch-artistischen Anstalt.

 

Steub, Ludwig. 1854. Zur rhätischen Ethnologie. Stuttgart: Gebrüder Scheitlin.

 

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Sulzer, Giuseppe Giorgio. 1855. Dell’origine e della natura die dialetti comunemente chiamati romanici messi a confronto coi dialetti consimili esistenti nel Tirolo. Trento: Fratelli Perini.

 

Thurot, Charles. 1868. Notices et extraits de divers manuscrits latins pour servir à l’histoire des doctrines grammaticales au Moyen Âge. Paris: Imprimerie Impériale.

 

Tobler, Titus. 1837. Appenzellischer Sprachschatz: Eine Sammlung appenzellischer Wörter, Redensarten, Sprichwörter, Räthsel, Anekdoten, Sagen, Haus- und Witterungsregeln, Abergläubischer Dinge, Gebräuche und Spiele, würzender Lieder, oder Reime, nebst analogischer, historischer und etymologischer Bearbeitung einer Menge vor Landeswörtern, zum Theil nach altteutschen Handschriften der katholischen Kantonsbibliothek in St. Gallen. Zürich: Orell, Füßli und Compagnie.

 

[Vian, Josef Anton]. 1864. Gröden, der Grödner und seine Sprache. Bozen: J. Wohlgemuth’sche Buchdruckerei.

 

Wackernagel, Wilhelm. 1861. Die Umdeutschung fremder Wörter. Basel: Schweighauserische Universitaets-Buchdruckerei.

 

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Weigand, Friedrich Ludwig Karl. 1857. Deutsches Wörterbuch. Erster Band- A-K. Gießen: Ricker’sche Buchhandlung.

 

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Wunderli, Peter. 2001. Die romanische Philologie von Diez bis zu den Junggrammatikern. In Günter Holtus, Michael Metzeltin & Christian Schmitt (Hgg.). Lexikon der Romanistischen Linguistik (LRL). Bd. I,1: Geschichte des Faches Romanistik. Methodologie (Das Sprachsystem). Tübingen: Niemeyer, 121-175.

 

Zschokke, Heinrich. 1819. Bayerische Geschichten. In Jahrbücher der Literatur 5. 1–35.



[1] Zunächst war er Bibliothekar der Grafen zu Solms-Laubach, später (1865-1876) Stadtbibliothekar in Frankfurt am Main.

[2] Diefenbach wiederum hatte dem Bonner Philologen sein Glossarium Latino-Germanicum mediae et infimae aetatis mit den Worten "Ein Zeichen dankbarer Freundschaft für Friedrich Diez" (vgl. Diefenbach 1857) gewidmet. Schuchardt selbst bezeichnete Diefenbach in einer späteren Rezension als Diez' "Vor- und Mitarbeiter" (Schuchardt 1880: 124).

[3] Der letzte Brief Diefenbachs besteht aus einem gefalteten Blatt, bei dem nur die Vorder- und eine Innenseite von ihm beschrieben worden sind. Auf der zweiten Innenseite befinden sich handschriftliche Notizen von Schuchardt.

[4] Ich danke Katrin Purgay (Graz) für die wertvolle Hilfe bei der Lektüre und Transkription der Briefe sowie für Anregungen und Tipps.

[5] Schuchardt hatte sich schon im Jahr 1866 für die rätoromanischen Idiome interessiert und hatte von Wilhelm Gurlitt eine Liste einschlägiger Titel erhalten, die großteils mit der Liste, die ihm Diefenbach sandte, übereinstimmt, vgl. den Brief Gurlitts in der Edition von Olet (2015) unter http://schuchardt.uni-graz.at/korrespondenz/briefe/korrespondenzpartner/bearbeitete/16/briefe/01-04231 [26.08.2015].

[6] Dazu vgl. Lichem/Würdinger (2013).

[7] Die Korrespondenz wurde von Lichem/Würdinger (2015) veröffentlicht.

[8] Der Nachlass besteht aus 52 Bänden Schriften (von denen nur ein maschinengeschriebenes Verzeichnis existiert) und Entwürfen sowie aus sieben Kisten Korrespondenzen (handschriftlich verzeichnet von Dr. Olaf Schneider). Weitere Briefe werden nicht im Nachlass, sondern im handschriftlichen Bestand der Gießener Universitätsbibliothek aufbewahrt (Informationen von Dr. Olaf Schneider).

[9] Ich danke Herrn Olaf Schneider und Frau Barbara Zimmermann für die Bereitstellung der Materialien und für die Veröffentlichungsgenehmigung.

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