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Charles Bonnier

Die Korrespondenz zwischen Charles Bonnier und Hugo Schuchardt wurde von Frank-Rutger Hausmann bearbeitet, kommentiert und eingeleitet.

Die Edition bzw. einzelne Briefe sind zu zitieren als:

Hausmann, Frank-Rutger. 2017. 'Die Korrespondenz zwischen Charles Bonnier und Hugo Schuchardt'. In Bernhard Hurch (Hg.) (2007-). Hugo Schuchardt Archiv. Webedition verfügbar unter http://schuchardt.uni-graz.at/id/letters/1177, abgerufen am 28.03.2020

Charles Bonnier

Bedeutung

Bonnier stammte aus dem Ort Templeuve-en-Pévèle  im Département Nord und wurde als vierter Sohn des Handelsvertreters Eugène Bonnier aus Lille und der Kaufmannstochter Stéphanie Bernard geboren. Die älteren Brüder Louis, Jules und Pierre waren als Architekt, Naturwissenschaftler und Arzt erfolgreich. Nach dem Baccalauréat in Lille (1881) wurde Charles Bonnier als Student in die „École des Chartes“ in Paris aufgenommen (Studienfächer Philosophie, französische Sprache und Literatur), doch wurde seine Abschlussrbeit von Paul Meyer negativ bewertet und er nicht zur soutenance zugelassen. Offenbar missfielen diesem die sprachsoziologischen Interessen des Kandidaten. Gaston Paris war weniger streng und vermittelte ihn (1887) an Hermann Suchier nach Halle, der ihm in kürzester Frist zur Promotion verhalf. Das Thema der Arbeit lautete Über die französischen Eigennamen in alter und neuer Zeit, besonders im Gebiet zwischen Douai und Lille (Halle a. S. 1888); sie ist Suchier gewidmet. Bonniers Versuche, in Deutschland oder Österreich als Französischlektor unterzukommen, schlugen fehl, vielleicht weil er keinen Hehl aus seinen sozialistischen Überzeugungen machte (vgl. seinen Briefwechsel mit Friedrich Engels). Er kam jedoch in England unter, wo er von 1890-1900 in Oxford, danach von 1900-1913 in Liverpool, zuletzt als Ordinarius, französische Sprache und Literatur lehrte. Bei Kriegsbeginn 1914 kehrte er in seine Heimat zurück und lebte sehr zurückgezogen. Er starb in Cannes. Aus seiner Feder stammen romanistische Arbeiten sowie solche zu Themen aus Kunst, Musik, Philosophie und Politik. Lesenswert ist seine Autobiographie.

 

Carmina y Vicente Armendares Pacreu, „La filología románica en Francia en el último tercio del siglo XIX: Norte e Sur“, Revista de filología románica 10, 1993, 155-218, hier 159 [Wiedergabe von zwei Briefstellen, die Bonniers Kritik an Paul Meyer näher beleuchten]; Gilles Candar (éd.), Les souvenirs de Charles Bonnier. Préface de Madeleine Rebérioux, Villeneuve d’Ascq 2001.

Informationen

Nur vier Briefe von Bonniers Korrespondenz mit Schuchardt sind erhalten; Gegenstücke konnten nicht gefunden werden. Im ersten Brief bewirbt sich Bonnier (ohne Erfolg) um ein Französischlektorat in Graz; in den folgenden entwickelt er seine originellen Thesen zur Sprachmischung und zur Rolle der Patois, wobei er sich zwar mehrfach auf Schuchardt bezieht, aber eine viel stärker naturwissenschaftlich ausgerichtete Betrachtungsweise anregt.

   

1888   1 Brief

1890   1 Brief

1894   2 Briefe

Briefedition und Kommentare

Die Webedition wurde unter Mitarbeit von Maximilian Vogeltanz erstellt.