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Lieber Herr College. Auf die Besprechung von Gartners Grammatik[1] warte ich gern, wenn ich sie nur erhalte. Nöthig scheint mir eine solche Besprechung besonders wegen Ascolis bitteren und doch höchst unberechtigten Auslassungen dem ehrlichen Gartner gegenüber,[2] der der Rehabilitation in den Augen vieler bedürftig sein wird. – Gleichzeitig folgt eine Dissertation, die Sie vielleicht interessiert. Hoffentlich geht es Ihnen wohl. Beste Grüße

Ihr ergebenster

GGröber.



[1] Theodor Gartner, Raetoromanische Grammatik, Heilbronn 1883, offenbar nicht von Schuchardt rezensiert. Zum Problemkreis vgl. Akten der Theodor Gartner-Tagung (Rätoromanisch und Rumänisch) in Vill / Innsbruck 1985, hrsg. von G. A. Plangg und M. Iliescu, Romanica Aenipontana XIV, Innsbruck 1987 (darin bes. Hans Goebl, „Theodor Gartner und das typologische Denken seiner Zeit“, 13-23).

[2] Vermutlich sind Ascolis „Annotazioni sistematiche al Barlaam e Giosafat soprasilvano“, AGI VII, 1880-83, 563ff. gemeint. Da heißt es z.B.: „Mi provo, all’ incontro, a interrogar lo stesso libro sui fenomeni morfologici e lessicali, i quali formano il soggetto del presente studio e rimasero estranei al I vol. dell‘ Archivio e trovo, che intorno a ogni punto, il quale richiedesse comunque un‘ indagine più o meno vigorosa, la Raetoromanische grammatik dice sempre diverso affatto da quello che ora dice  l’Archivio“ usw.