Senden hat offenbar funktioniert, aber es wird noch ein Bestätigungsmail verschickt, sobald die Änderungen angekommen sind.
Es hat etwas nicht funktioniert. Bitte den Inhalt in Word (o.Ä.) kopieren und per Mail schicken.

Postkarte (12-04501)

Hochverehrter Herr Hofrat!

Da Herr Dr. Bouchal[1] auf Urlaub ist u/. auch der II. Sekretär der A. G. Herr Dr. Viktor Christian Kustos-Adjunkt am Naturhist. Museum u/. Leiter der Ethnogr. Abteilung desgleichen, so kam mir Ihre Anfrage vom 8 […][2] 9 August in die Hände und ich freue mich Ihnen vorläufig darüber Auskunft zu geben.[3] So weit ich jetzt unterrichtet bin, kam in letzter Zeit von Hölder (seit 30 Juli) über Ihre Arbeit[4] keine Bestellung; ob es früher geschah weiß ich nicht. |2|     Marie Hein d. II/VIII 20

Ich erlaube mir hiermit gleichzeitig mitzuteilen, daß die Gesellschaft nun den Verlag u/. Versandt [sic] der Mitteilungen der A. G. selbst besorgt. Ich bitte Sie daher sich bis zur Rückkehr einer der beiden Herren gütigst gedulden zu wollen. Sie werden dann gewiß sofort das Nötige veranlaßen.[5]

Dr. Christian kommt schon am 30 d.M.

Mich Ihnen, hoch verehrter Herr Hofrat, bestens empfehlend, zeichnet sich in aufrichtiger [am linken Rand fortgesetzt] Verehrung Ihre ergebenste Marie Hein



[1] Leo Bouchal (1877-1936), Jurist, Beamter, studierte Jus, Völkerkunde, Sprachen und Altertumskunde an der Universität Wien. Ab 1900 war er am Obersten Rechnungshof und im Finanzministerium tätig. Bouchal trat 1900 der AG bei, wurde bereits 1901 in den Redaktionsausschuss gewählt, bekleidete von 1902 bis März 1920 das Amt des zweiten Sekretärs und hatte von 1902 in Nachfolge von Wilhelm Hein bis zu seinem Tod die Schriftleitung der MAGW inne. Bouchal veröffentlichte ab 1899 zahlreiche Beiträge (sein Hauptinteresse galt Süd- und Südostasien und Ozeanien) und Literaturbesprechungen, u.a. rezensierte er drei Werke von Hugo Schuchardt (Bouchal 1925a; Bouchal 1925b; Bouchal 1922) (vgl. Oberhummer 1937; Christian 1936). Leo Bouchal korrespondierte mit Hugo Schuchardt im Zeitraum von 1904 bis 1922, die Schriftstücke befinden sich im Nachlass Schuchardts (B 01259-B 01276).

[2] Unklares Zeichen, steht vermutlich für "oder".

[3] Bouchal in seiner Funktion als Schriftleiter der MAGW und Christian als zweiter Sekretär waren für die Bearbeitung derartiger Anfragen zuständig.

[4] Schuchardt (1915). Dieser Aufsatz ist die letzte Veröffentlichung Schuchardts in den MAGW.

[5] Leo Bouchal antwortete Schuchardt persönlich am 20. August 1920 und erläuterte, dass die AG seit dem Frühjahr 1920 den Publikationsvertrieb in Eigenregie übernommen hatte, "um die Buchhändlergewinne der Auslandsbestellungen selber einstecken zu können." (vgl. B 01271).