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Postkarte (03-101)

München 2/III.

Im Augenblicke unserer Abreise erhalte ich Emanuel Friedli’s "Bärndütsch als Spiegel bernischen Volksthums" 1905.[1] Seite 383 zeigt eine Garnwinde gewöhnlicher Art ("Alte Garnwinde" heißt es darunter), Seite 385 ein "Spulrad". Ich erlaube mir dies nur mitzutheilen weil es Ihnen, Herr Professor, vielleicht der Verbreitung wegen erwünscht ist. Wir gehen jetzt ohne Aufenthalt nach Alexandrien, am Heimwege habe ich vielleicht in den Museen Gelegenheit noch etwas für Sie zu finden.

Hochachtungsvoll

M. Andree-Eysn



[1] Emanuel Friedli (1846–1939) war ein Schweizer Pfarrer, der nach seiner Frühpensionierung eine Stelle beim Schweizerdeutschen Lexikon in Zürich annahm und hier "sein sprachlich-volkskundliches Lebenswerk [begann]: Er wollte durch die bodenständige Sprache mit Aufnahmen in Haus und Stall und Feld das Volkstum seiner Berner Heimat erfassen, nicht in wörterbuchartiger Aufreihung, sondern im lebendigen Sinnzusammenhang und Sachbezug der Wirklichkeit je einer einzelnen dörflichen Gemeinschaft" (Zinsli 1961). Insgesamt erschienen zwischen den Jahren 1905 und 1927 sieben Bände, der erste, in der Karte angesprochene – reich bebildert, wie alle Bände – handelt über Lützelflüh, Friedlis Heimatgemeinde.