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Klagenfurt, 10.7.22.

 

Verehrter Herr Hofrat!

Hermann hat mir von dem freundlichen Empfang bei Herrn Hofrat berichtet. Er selbst ist noch nicht eingetroffen. Für die Sara-Schrift[1], die mir schon Spitzer als „imponierend“ bezeichnet hat, danke ich im voraus bestens. – Die Adresse des Dr Platz[2] ist mir nicht bekannt. Ich werde aber sogleich an Bertoni schreiben, von dem ich allerdings nicht weiß, ob er gegenwärtig noch in Turin oder schon in Modena ist, wo er seine Ferien zu verbringen pflegt. Ich bitte sich also wegen der Antwort in Geduld zu fassen. Die Rechnung aus Altenburg kann nur auf einem Irrtum beruhen. Herr Hofrat dürfen selbstverständlich nicht einen Heller zahlen. Der Buchdrucker verdient aber wegen seiner Ungeschicklichkeit eine Nase. Auch in dieser Angelegenheit werd‘ ich an Bertoni schreiben. Ich selbst habe meine Mitarbeiterschaft an dieser Festschrift schon verwünscht. Ist sie doch für Herrn Hofrat nichts I2I anderes als eine Quelle von Ärger. Ich habe übrigens seit Monaten von diesem Unternehmen nichts mehr gehört. Mir wurden seinerzeit ein Exem. des ganzen Werkes u. außerdem 12 S.A. zugesichert. Ich bin neugierig, ob ich sie bekomme. Von meinem im letzten Hefte des Archiv. rom. erschienenen Artikel[3] erhielt ich trotz Urgierens keinen S.A., übrigens die einzige Entlohnung für den Autor. – In Leonstein ist bereits Frau Spitzer samt „Pucki[4] angelangt. Ende des Monats kommt auch der „Papa“.

Verehrungsvoll

R. Riegler



[1] „Zur Kenntnis des Baskischen von Sara (Labourd)“, Abh. d. Berl. Ak. d. W 1922, 1-39.

[2] Ernest Platz war ein luxemburgischer Dialektologe und Spezialist für das Letzeburgische; er ist nicht mit dem Bonner Romanisten und Frankreichspezialisten Hermann Platz (1880-1945) zu verwechseln!

[3] „Italienische Vogelnamen“, AR  6, 1922, 166-174 (zur Fortsetzung vgl. Anm. 134).

[4] Emma und Wolfgang Spitzer. Letzterer wurde jedoch meist „Puxi“ genannt, vgl. Spitzer, Puxi: Eine kleine Studie zur Sprache einer Mutter, München 1927.