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Brief (39-09626)

Klagenfurt, 2.2.1922.

 

Hochgeehrter Herr Hofrat!

Es war mein sehnlichster Wunsch, mich an der 80. Geburtstagsfeier meines geliebten Lehrers persönlich zu beteiligen. Allein die Schwierigkeit einer Stellvertretung in der Schule viel mehr noch als die für einen Familienvater schmerzhaften Reisekosten zwingen mich, Ihnen, hochverehrter Meister, meine tiefgefühlten Glückwünsche aus der Ferne zu senden.

Ich habe mir erlaubt, Herrn Hofrat als Huldgung eine I2I Abhandlung zu widmen[1], die Ihnen direkt von der Druckerei (Altenburg in Sachsen)[2] zugehen wird. Wie man mir von dort schrieb, wird der Sonderabdruck am 2. Februar abgeschickt und ich hoffe, er werde rechtzeitig in Ihren Händen sein.

Mir haben sich unter der Leitung Bertonis andere Romanisten angeschlossen, deren Arbeiten aber erst in einigen Wochen fertiggestellt sein werden.[3]

Wenn ich in dieser Huldigungsschrift, an der ich mit besonderer Hingebung gearbeitet habe, durch die Tat zeigen wollte, was ich bei dem hochverehrten Meister gelernt habe, so erlaubte ich mir, Ihnen an anderer Stelle im Namen aller Schüler den Dank auszusprechen für die liebevolle Mühewaltung des Lehrers. I3I Prof. Küchler, der Herausgeber der „Neueren Sprachen“ hat mit großer Freude meinen Artikel aufgenommen, der, wie er mir versprochen, im Februarheft erscheinen wird.[4]

Mit den besten Wünschen für Ihr weiteres Wohlergehen in Dankbarkeit und Ehrfurcht

Ihr

R. Riegler



[1] Riegler, „Wind und Vogel“, wie Anm. 95, 1-25.

[2] Pierersche Hofbuchdruckerei Stephan Geibel Altenburg.

[3] Miscellanea linguistica dedicata a Hugo Schuchardt per il suo 80° anniversario, Genf 1922 (Bibliotheca dell’Archivum Romanicum, 3), darin außer Riegers Beitrag weiterhin Arbeiten  von Joseph Brüch, Wilhelm Oehl, Walther von Wartburg, Peter Skok, Giulio Bertoni, Leo Spitzer und Ernest Platz. Zu Details des Zustandekommens vgl. den folgenden Brief.

[4] Riegler, „Hugo Schuchardt als Lehrer“, NSpr 30, 1922, 45-46.