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Postkarte (67-20876)

L. Fr.!

Ich werde Ihnen meine Artikel in Gröbers Zeitschrift von nun an[1] (und soweit ich noch Sonderabzüge von den allerletzten habe, auch diese) zuschicken. Ich konstatiere dass die deutsche Zeitschrift für romanische Philologie nur an wenigen Stellen (und nicht einmal da wo Mittel dazu vorhanden sind, z. B. in Triest) der grossen weiten Romania gehalten werden; wissen Sie dass das für die deutschen Romanisten sehr niederschlagend[2] ist? Wenn in irgend einer romanischen Sprache eine gleichgediegene Zeitschrift für germanische Bibliothek herauskäme, keine grössere Bibliothek Deutschlands und Skandinaviens würde sie entbehren wollen.

Was meine Kreolische Studien anlangt, so begreife ich Ihren Standpunkt; aber Sie werden auch den meinigen begreifen dass ich eine Arbeit über die Pantuns[3] u. s. w. gern an die gleiche Stelle brächte wie mein Malaioport. von Tugu u. s. w. Doch hier handelt es sich wirklich um ungelegte Eier. Mit grosser Freude habe ich Dalgados Studie über das Kr. von Damão entgegengenommen; mein Gott, wenn in nur Zeit erübrigte zu diesen Dingen zurückzukehren!

Schreiben Sie mir, bitte ob der neue Band der Rev. Lus. abgeschlossen ist (noch in demselben Verlag?); ich werde mir ihn dann kommen lassen. Auch ob die dortige Post Sendungen nicht beördert, wenn der Adressat die Wohnung gewechselt hat. Endlich wie Sie port. zote zopo gegenüber span. zote, zopo (als çote, çopo) erklären.

Herzl. gr.

Ihr

H. Schuchardt



[1] Tradução de Leite na entrelinha: «d’aqui em deante».

[2] Tradução de Leite na entrelinha: «aflictivo etc.».

[3] Cf. adiante a carta LV31.