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Brief (10-10r-10v)

Graz 1. 4. 77.

Geehrter Kollege !

Ich habe heute an Tobler einen Brief gerichtet, in welchem ich ihm oder vielmehr dem Berliner, nicht in meinem Namen allein, sondern auch in dem Andrer diese Frage vorgelegt habe:

Es steht in Aussicht, dass sich neben dem Berliner Comité auswärtige Comités bilden (diese Möglichkeit ist ja von dem Aufrufe angenommen). Es ist nicht mehr als billig und recht, dass diese Comité’s nicht nur Geldbeiträge sondern auch eine berathende und entscheidende Stimme haben. Das Berliner Comité würde sich mit ihnen in Beziehung setzen und die definitive Organisation der Diezstiftung mit ihnen gemeinschaftlich feststellen. Was sagt man in Berlin dazu? wird man besonders die auf Beginn des nächsten Jahres angesetzte Vereinbarung mit der Berliner Akademie noch etwas hinausschieben wollen?

Ich habe hiervon auch Ebert und Gröber Mittheilung gemacht, weil ich wünschte, dass wenigstens in diesem Fall Sie unterrichtet würden und in Bezug auf ihn Ihre Stimme abgäben. Denn ich weiss ja, dass die 3 Nichtberliner Mitglieder über andere Dinge, besonders über die Verhandlungen Tobler’s, mit den verschiedenen Romanisten im Unklaren geblieben sind.

Nächstens mehr!

Mit herzlichstem Grusse
Ihr ergebenster
H. Schuchardt.


[1] Von Stengel’s Besprechung mit Tobler verlautet Nichts?