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Brief (66-07689)

Theuerster Freund!

Dass ich so spät schreibe, um dir für deine Betheiligung an der Kundgebung vom 15. Februar und deinen lieben Brief zu danken, verzeihst du mir gewiss. Denke dir die Masse Telegraphen, Briefe, Karten die beantwortet werden mussten; dann das Verschicken einer gedruckten Danksagung invigitiren; dazu Semesterschluss u. nicht immer blühende Gesundheit. Ich war manchmal wirklich ausser mir. Welches Wunder dass ich auf die Güte meiner wahren Freunde rechnend, ich sie für den letzten Augenblick liess? Und so kommt es, dass ich erst heute Paris,1 [?]My., dir schreibe. Also Dank, lieber alter Freund!

Ich reise heute Abends nach Italien. Zuerst Nervi, dann – etwa 15/4 – Pisa u. Florenz; vielleicht zum Schlusse ein paar Tage Venedig. Den 31 April bringe ich vielleicht in Graz zu. Wie schön wäre es, wenn wir uns in Italien träfen!

Lebe recht wol Dein aufrichtiger Freund
A Mussafia

26/3.


[1] Gaston Paris.