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Brief (35-10289)

12. 1. `26

Verehrter Freund,

Haben Sie tausend Dank für Ihren Brief mit der wertvollen Einlage, die mich jetzt um so mehr beschämt als ich im Interesse der baskischen Studien fast ganz unproduktiv bin. Allerdings infolge meiner Sehstörungen – von denen ich Ihnen ja geschrieben sein1muß. In dem Ihnen angekündigten Hefte der Wiener Akademie das Ihnen gleichzeitig zugeht, kommen nur ein paar baskische Wortformen vor und noch dazu in einer ganz nebensächlichen Rolle. Ich hatte begonnen mich durch bizkaische Lektüre auf eine Besprechung von Rollos Buch vorzubereiten. Nun wird das Naturgemäßere eintreten: ich werde, soweit mir das Leben und das Sehvermögen bleibt Sie über Rollo lesen.

Ich freue mich sehr über Ihren Plan den jungen Bähr in den Schoß der Akademiker de numero aufzunehmen. Ist er denn noch in Göttingen? Hat er sein chemisches Examen noch nicht gemacht? Ich habe lange nichts von ihm gehört.

Ich hätte noch mancherlei zu fragen und auch hinlänglichen Platz dazu, aber meine Augen sind rebellisch. So empfehle ich mich Ihnen

herzlichst und treulichst
als Ihr erg. HSchuchardt


[1] recte: haben