Senden hat offenbar funktioniert, aber es wird noch ein Bestätigungsmail verschickt, sobald die Änderungen angekommen sind.
Es hat etwas nicht funktioniert. Bitte den Inhalt in Word (o.Ä.) kopieren und per Mail schicken.

Ansichtskarte (25-05120)

Gentofte 13/11 1911

Lieber herr kollege,

Besten dank für "Gegen M."1 und für "Cose e parole"2. Ich kann es gar nicht verstehen, dass ein so bedeutender mensch wie Sie es sind, solche gefühle hegen kann wie in der drittletzten zeile des ersteren schriftchens.3

Ihr hochachtungsvoll ergebner Otto Jespersen


[1] H.S., Gegen R. Meringer. Graz 1911. Archiv/Brevier 608.

[2] H.S., "Cose e parole", 1911, Archiv/Brevier 607.

[3] Die letzten Zeilen dieser Schrift lauten.: "Wäre es mir 'beinahe von ungefähr geglückt' – wie er S. 31 sagt – ihm die Freude an der neuen Zeitschrift zu vergällen, so scheint er sich nicht darum zu kümmern ob er mir nicht etwa den Lebensabend vergällt hat. Der Ton dieses Schreibens mag feindselig erscheinen; aber meine einzige Absicht war die eben angegebene: meine wissenschaftliche Ehre zu schützen, für jetzt und für später." Die Polemik zwischen Schuchardt und Meringer erreicht in diesen Jahren ihren Höhepunkt. Schuchardt hat diese Schrift weidlichst verteilt: im Hugo Schuchardt Archiv haben wir unter Nr. 608 jene Kopie aus Schuchardts Besitz eingescannt, auf deren letzter Seite er handschriftlich jene Empfänger aufgelistet hat, denen er sie zugeschickt hat. Dieser Schlag Gegen Meringer sollte plaziert sein.