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Brief (14-s.n.)

Graz, 27 Febr. '22

Verehrter Freund,

Für Ihr liebenswürdiges Schreiben vom 6. Febr. sage ich Ihnen meinen aufrichtigsten Dank. Mit welcher Freude würde ich der Einladung Folge leisten; aber – ich habe vor kurzem mein 80stes Lebensjahr vollendet; ich bin, ohne eigentlich krank zu sein, in diesem Jahre erst ein einziges Mal außer den vier Zäunen meines Gartens spazieren gegangen und Anfang September ist für mich ein so ferner Zeitpunkt daß ich ihn mir kaum vorzustellen vermag.

Wenn ich nun aber auch nicht in Person den Interessen der Baskologie dienen kann, so werde ich es mit der Feder versuchen, so lange ich sie noch halten kann. Für meinen Aufsatz im Januarheft der Rev. vasca habe ich in manchen Punkten um Nachsicht zu bitten. Heute ist die Korrektur von meiner größeren Abhandlung (Über das Baskische von Sara) an die Berliner Akademie der Wissenschaften zurückgegangen und ich hoffe daß das Tatsächliche darin ergänzt und berichtigt, das Prinzipielle erwogen und geprüft werde. Ich habe unter anderem meine Ansichten über die Betonung im Baskischen auseinandergesetzt.

Mit herzlichem Gruß an Sie und alle baskischen Freunde
Ihr sehr ergebener

HSchuchardt.