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Brief (01-04231)

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Göttingen, Palmsonntag 1866

 Lieber Schuchardt! Ihre bitte hab ich gern erfüllt u. bedaure nur, dass der Außzug aus dem Realkataloge, um den Sie mich baten, ärmlicher ausfallen wird, als Sie vielleicht erwartet haben.[1] Ich laße hier alles folgen, was ich finden konnte.-

Unter der Rubrik: „Praecognita“ folgende Werke:

An account of the Romansh language. By Jos. Planta. Lond. 1776[2]

Nachricht von der sogenannten romanischen Sprache in Graubündten Von Wilh. Ludw. Christmann Leipz. 1819.[3]

De Romanensibus Helvetiae et Teriolis gentibus v. Oberlehrer Walter (Schulprogr. d Friedr. Wilh. Gymn. Berl. 1832)[4]

Sull´ idioma Friulano e sulla sua affinità sulla lingua Valaca. Schizzo stor. fil. di Graz. I. Ascoli. Udine 1846.[5]

Dell'origine e della natura dei dialetti communemente [sic] chiamati Romanici messi a confronto coi dialetti consimili esistenti nel Tirolo. Dal Gius. Giorgio Sulzer. Trento 1855.[6]

Ueber Ursprung u. Geschichte der rhaeto-romanischen Sprache v. P. Justus Andeer. Chur 1862.[7]

Unter der Rubrik: „Grammatica“:

Praktische deutsch-romanische Grammatik. Hgg. v. Matth Conradi. Zürich 1820.[8]

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Untersuchungen über die Laut- und Formenlehre der rhäto-romanischen Sprache v. Fr. Lauchert. Rottweil 1845.  (Progr.)[9]

Grammatische Formenlehre der deutschen u. Rhätoroman. Sprache für roman. Schulen Graubündens v. Otto Carisch. Chur 1852.[10]

Ortografia et Ortoëpia del Idiom romauntsch d’Engiadin’ota compiledas per reschieus[11] et scolars pü avanzos da Zaccario Pallioppi (die Jahreszahl scheint nicht im Katalog gestanden zu haben)[12]

Ferner ein Taschenwörterbuch Romanischer – deutscher Sprache v. Matth. Conradi. Zürich 1823[13] u. ein Taschenwörterbuch der rhaeto-roman. Sprache in Graubünden, bes. der Oberländer u. Engadiner Dialekte, nach dem Oberländer zusammengestellt u. etymolog. Geordnet v. Otto Carisch Chur 1848.[14] letztere beid. Bücher, unter der Rubrik: „Lexika“. -

Papa[15] schreibt mir, dass der erste Theil Ihres Werks schon herausgekommen ist;[16] ich wünsche Ihnen dazu herzlich Glück u. würde mich freuen, wenn ich durch diese kurze Notiz oder künftighin Ihnen bei der Vollendung Ihres Werks irgend wie nützlich sein könnte.[17]

Mit bestem Gruß

der Ihre W. Gurlitt.

 

[1] Das Schreiben, auf das Gurlitt sich bezieht, ist nicht erhalten.

[2] Planta (1776).

[3] Christmann (1819).

[4] Walter (1823).

[5] Ascoli (1846).

[6] Sulzer (1855).

[7] Andeer (1862).

[8] Conradi (1820).

[9] Lauchert (1845).

[10] Carisch (1852).

[11] Recte: creschieus.

[12] Pallioppi (1857).

[13] Conradi (1823).

[14] Carisch (1848).

[15] Wihelm Gurlitts Vater war der Maler Heinrich Louis Theodor Gurlitt (1812-1897) (vgl. Kuntz 1966: 329).

[16] Schuchardt (1866).

[17] Der zweite Teil des „Vokalismus des Vulgärlateins“ erschien als Schuchardt (1867). Darin befinden sich auch Verweise auf die hier angeführten Werke.