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Brief (4-403)

Zumárraga, d. 3.XI.1920

Sehr geehrter Herr Professor

Ich bin ausser mir vor Freude darüber, dass ich von Ihnen wieder eines so ausführlichen und lehrreichen Briefes gewürdigt werde. Wenn etwas diese Freude dämpft, so ist es der Gedanke daran, dass Ihnen das Schreiben dieser Zeilen bei Ihrem Alter und Ihren Leiden Mühe und vielleicht grosse Anstrengung gekostet hat, so dass ich Ihnen doppelt dankbar bin, für dieses Opfer dass Sie mir gebracht haben und die unschätzbaren Lehren und Anweisungen, a[n] die ich mich immer halten werde. Ich bitte Sie daher zu entschuldigen dass ich nicht gleich geantwortet habe, da ich die Zwischenzeit ausnutzen wollte, um mich über die Spindel und den Kreisel zu unterrichten, ohne selbst auf Ausflügen nach Bizkaya und der Meeresküste viel erfahren zu haben. Die hiesige Spindel trägt tatsächlich am oberen Ende eine metallene Spiralkerbe, die in einen Haken endigt, die man allgemein puntta oder ardazpuntta nennt. Einen anderen Namen habe ich nicht erfahren. Die Spindel verdickt sich allmählich und nur wenig nach unten und trägt kurz vor dem Ende eine[n] ringförmigen Wulst, der kozkor oder koka genann[t] wird. Eine Verdickung in der Mitte habe ich nicht bemerkt. Der Kreisel heisst in Zarauz ziba, in San Sebastian (sogar auf spanisch) xiba, hier gibt es keinen baskischen Namen mehr dafür, wie es scheint. Der hiesige Kreisel trägt einen Knopf am oberen Ende, um den man die Bindfadenschlinge legt, die man dann um einige dicht über der unteren Spitze befindliche Rillen legt. Seine Gestalt ist etwa die einer gedrungenen Birne. Deshalb kann man ihn auch nicht mit einer Peitsche in Bewegung erhalten, wie es die Kinder in Deutschland tun.
Ich habe inzwischen wieder zahlreiche Nummern der R. I. mit wahrem Feuereifer gelesen und mich besonders gern in Ihre Artikel über Lizarraga vertieft; da ich nun auch das bestellte Exemplar endlich erhalten habe, so kann ich Ihre Artikel im Text verfolgen und muss Herrn Azkue durchaus beistimmen, wen[n] er die Ausgabe eine “magnífica reimpresión” nennt. Besonders die Einleitung birgt unschätzbare Angabe[n]. Auch habe ich Bonapartes grundlegendes Werk Le Verbe Basque aus der Bibliothek in Loyola leihweise erhalten können. Ich habe im Augenblick so viel interessante[n] Stoff zur Verfügung, dass ich garnicht weiss, womit ich zuerst beginnen soll.
Dabei habe ich es nicht unterlassen, auf die Kindersprache zu achten und einige merkwürdige Formen der Kinder sowie überhaupt des jüngeren Geschlechtes festgestellt und zwar bei den einfachen Verben. Regelmässig bildet man hier den Plural des Objektes bei
dakit, dakart, dauket (=daukat) folgendermassen:
dakitzet, dakartzet, dauzket oder auch:
dakizt, dakazt, dauketzet
Bei jakin bestehen auch folgende Formen, die ich jedoch nie von alten Leuten hörte: dazkit, dazkitzet, dazkizt und besonders häufig bei kleinen Kindern dazkittut.
Dazkit war mir besonders interessant, weil Herr Vinson in einer Nummer der R. I. diese Form aus Oihenart anführt und zwar als Stütze seiner Theorie des Zeitwortes. Ich habe den Eindruck, als ob dazkit in diesem Gebiete keine hergebrachte Bildung ist, sondern seine Entstehung der beginnenden Verwirrung des Zeitwortes verdankt. Entsprechend sagt man von den anderen Verben daukittut und dauzketzet, sowie daramattut (selten) daramatzet. Nicht klug werde ich aus einer Verbalform, die ich in folgendem Satze hörte: Badiratza lapikôk?
Ich dachte an era(u)ntsi schwatzen, habe sonst aber keine Spur hiervon entdeckt und glaube auch diratza mit z vernommen zu haben.
Eine andere interessante Wahrnehmung machte ich anlässlich de[r] Nr. 49 bei den Sprichwörtern von 1596, mitgeteilt von Herrn Urquijo in der Rev. VI, 2, Seite 233.
Das Sprichwort lautet: Trankart eguiten deustak, ta ulerretan deustat. Die letztere Form verbessert Herr Urquijo in deuskat, eine Form die Sie, wie Herr U. sagt, aus deusk erschlossen haben. Tatsächlich habe ich von Arbeitern aus Oñate sagen hören: ze esan dosk (was hat er Dir gesagt?) und emungo dostat ( ich werde Dir geben). Die Verwandlung des k in t ist auch hier in Legazpia gang und gäbe hinter z. So hört man, z. B., goaztan (lasst uns gehen, zum Manne) neben goazenan (zur Frau). Der objektive Plural zu dakit in der vertrauten Konjugation lautet dakiztat, dakitzenat. “Du wusstest sie” heisst zum Manne ik ekitzean oder ik ekiztan, zur Frau ik ekitzenan. Man sagt sogar von erabilli nik dabildat = ich bewege es o Mann, und viele mehr.
In Bezug auf die Betonung habe ich schon viele Aufzeichnungen von Wörtern und Redewendungen gemacht. Dieses ist viel leichter und sicherer als Beobachtungen beim Vorlesen von Texten, da es mir immer vorkommt dass der Vorleser, sei es wegen der Ungewohntheit auf baskisch zu lesen, sei es wegen der “Feierlichkeit” der Handlung, etwa[s] befangen ist und nicht so betont, wie wenn er frei sprechen würde. Trotzdem habe ich auch hierüber Aufzeichnungen, und mache sie auch weiterhin, so oft ich Gelegenheit habe. Allmählich gewöhnt sich mein Ohr auch daran, Auswärtige aus der nächsten Umgebung (Zegama, Gabiria, Ormaiztegi usw.) an der Betonung und am Tonfall zu erkennen, was mir früher ganz ummöglich war.
Ich möchte Sie nun wegen Ihrer schwachen Sehkraft und Ihrer gebrochenen Gesundheit nicht weiter in Anspruch nehmen. Es bleibt mir daher nur übrig, Ihnen nochmals vo[n] ganzem Herzen zu danken und Ihnen die Hochachtung und Bewunderung auszudrücken die ich für Sie empfinde und alle Basken, die wissenschaftlich tätig sind und Ihren Namen kennen, mit mir.

Ihr Ihnen sehr ergebener
Gerhard Baehr

Bizenta A. Mogel
Ipui onak Donostián 1804

Etxeko eta kanpoko saguak

Erri etxi eder batean bizi zan saguak irten zuen bein kanpora, jakin nairik zer igarotzen zan zelai ta basoetan. Aurkitu zuen beste sagu bat, inoiz errian sartu gabea, ta basoan beti azia. Ondo egonak alkarri emanik, diotsa kanpokoak: “Nere lagun berria: atoz nerekin nere etxe edo bizilekura” Eskerrak emanik erri saguak, jarraitu zion basotarrari. Ipiñi zion onek bazkari baso gisakoa. Agertu ziran maira aritz-aleak, intxaurrak, urrak, mispillak, txermenak, aranak, sagarrak, ta zer ez? “Adiskidea”, esaten dio erriko saguak, “janari ugari dezu, baña guzia otza ta sabela indartzen ez duena. Atoz orain nerekin erri barruko etxe aberats edo jauregi eder batera, non bizi naizan nere era guzieta ta emango dizkitzut janari gozatsuagoak, koipe ta eztia, urdai ta gaztaña, lukainka gozoak ta zer ez? Andiki bat naiz zure aldean. Berriketai sinistea emanda, joan zan baso-sagua errikoarekin. Sartu ziran etxe andi baten. Etxekoak darama jantokira, ta erakusten diozka an agindu ziozkanak. Bizarrak koipetu ta musuak eztiturik zebiltzala jaten, orra non onik onenean sartzen zayenkatu lodi ta arre bat. Etxeko saguak artu zuen igesa, gorde gorde zu[en] burua zulo ezagutuetan. Basotarra ikaraturik zegoan, zer egin etzekiala; artzen du iges bidea, jarraitzen dio katuak, ikutzen dio zerbait atzaparrekin baña zorionez etzuen arrapatu. Irten zuenean katuak, biurtu zan etxekoa basokoaren billa, ta arkitu zuen odola zeriola lepotik, ta beldurrez erdi illik. Esaten dio etxekoak: “Nola nik bezela iges egin ez dezu katuaren keriza ekusi orduko?Kontu bada urrengorako. Abiatzen dira berriz jaten; ta onik onenean entzuten da ate giltzen otsa: iges egin zuen laster etxekoak; basokoa zegoan eltze edo lapiko koipean zeukan baten. Aizartu ezinik irtetzen, egon zan au bazterturik. Giltzera neskatxa ebilli zan batetik ta bestera gauzeen billa, ta zorionez etzan eldu basokoa zegoan ontzira ta irten zuen.

Die Betonung so wie ich sie bei den Wörtern einzeln höre, habe ich mit violetten Akzenten angegeben. Dann habe ich mir das ganze Stück von einer älteren Frau vorlesen lassen und ihre Betonung im Zusammenhang mit grüner Tinte gekennzeichnet.
Ich bitte Sie den grünen Fleck oben zu entschuldigen, aber leider kann ich diesen Bogen nicht wieder abschreiben, da sich sonst die Absendung wieder um einige Tge verzögern würde. 1


[1] En la fotocopia del manuscrito no hemos podido distinguir los diferentes colores de los que habla. Es una verdadera lástima.